Sardinien 2. Teil

(Verona, Kurztrip Florenz, Siena, Colle di Val d'Elsa, 

Hunde-Strand bei Cècia-Livorno, Fährüberfahrt und 

Ankunft auf Sardinien)


20. August

Die Stadt Verona

Die Strecke von unserem schönen Stellplatz gestern in toller Lage bei Brentino Belluno bis nach Verona war heute früh kurz und fuhr sich ganz prima. 

Erst ging es die SS 12 entlang, kaum Verkehr und 

dann die SP 1 direkt bis zum großen zentralen

Parkplatz in Verona. (ca. 1,5 km bis zur Altstadt)

Navi Daten: N 45.4367,  O 10.9777

Nach dem Stadtbesuch sind wir jetzt auf diesem Camping, 

der ca. 5 km von Verona entfernt ist. Der Platz ist neu angelegt und dementsprechend sind auch die sanitären Anlagen. Alles tippi - toppi, was uns heute natürlich gerade recht kommt, denn es war sehr  h e i ß!  Leider gibt es überhaupt keinen Schatten hier auf dem Platz.

Der Campingplatz Verona Village kostete für uns 25,00 Euro pro Übernachtung, ohne Strom. Dazu kamen für jeden 2,50 Kurtaxe und für die Drei-Minuten-Dusche jeweils einen Euro.

Wifi gratis. Aber keine Möglichkeit, etwas einzukaufen, denn einen Minimarkt gibt es nicht.

Dafür gibt's Riesen-Waschmaschinen, ein Hundebad vom feinsten, einen Kinderspielplatz und viel heißes Wasser an den Abwäschen, Waschbecken und Duschen.

Kaltes Wasser kam aus den Duschen nicht, nur warmes. Einen Drehknopf gab es nicht. Schade, denn bei der Hitze wäre eine Abkühlung supi gewesen.

Mit dem Bus, der in der Nähe des Campings hält, kann man die ca. 5 km nach Verona fahren.

Navi-Daten Camping: N 45.39241, O 10.9933

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Nun aber zu unserem Verona-Besuch:

Wir wollten zeitig in der Stadt sein, um erstens eine Parklücke zu erwischen und zweitens vor den "Trauben" der Bustouris durch die Gassen zu schlendern. 

Beides hat geklappt.

Wie gesagt, vom Parkplatz heute früh gelangt man in 10 bis 15  Minuten zur Arena, dem Wahrzeichen, am Piazza Brá. 

Dort ist ein kleiner schattiger Park mit Kiosk. Man kann beim Kaffee die schönen Bürgerhäuser aus dem 16. - 18. Jahrhundert bewundern.

Von hier aus schlenderten wir in den geschichtsträchtigen

mittelalterlichen Stadtkern. 

Man kann sicherlich mehrere Tage in Verona verweilen, so vieles gibt es zu besichtigen! 

Wir beschränken uns auf das Flair, das dieses Verona zu bieten hat und lassen uns anstecken von der gelassenen Atmosphäre, die trotz der vielen Touristen zu spüren ist. 

Man hat Zeit!

Ganz nebenbei schauen wir uns die Sehenswürdigkeiten, die uns beim Stadtspaziergang "vor die Füße fallen" natürlich an und sind von den historischen Bauten aus mehreren Jahrhunderten und den wunderschönen Plätzen begeistert. 

1992 waren wir schon einmal hier und ich war damals etwas enttäuscht, denn vieles war nicht restauriert. Jetzt strahlt alles aus meiner Sicht. So schön hatte ich die Alt-Stadt nicht in Erinnerung. 

Verona ist ja bekannt, als die "Stadt der Liebe zwischen Romeo und Julia".

Außer dem berühmten Balkon in der Casa di Giulietta wird natürlich alles was möglich ist, vermarktet. Viele Souvenierlädchen machen ihr Geschäft!

Das Haus der Julia ist der Anziehungspunkt vieler Touristen - und ich war auch da!

Ja, und unsere Sweety hat den Rundgang tapfer durchgehalten. 

Es waren zu meiner Überraschung viele Hunde mit auf Entdeckungstour. Man kann sich denken, dass wir froh waren, immer etwas Schatten zwischen den Bauten und Gassen zu finden, um auch mal längere Pausen einzulegen.

Wasserhähne gab es überall, so konnte Sweety auch immer kaltes Wasser trinken.

Nun geht der Tag hier auf dem Camping zu Ende - wir räumen jetzt um 20.45 Uhr das "Feld", denn die Mücken haben die Macht!  

Gerade fuhr das Personal vom Camping  mit einem kleinen Spritzwagen vorbei und informierte uns zuvor über Sprechfunk. 

Wer weiß, was hier in der Nähe ist, dass diese kleinen Viecher so aggressiv sind.


21. August

Florenz - Der Panoramablick Michelangelo

Wir haben ein Problem heute morgen und zwar mit der Hitze!

Es sind beim Frühstück nahe 30 Grad und da werden wir wohl unseren Plan, in Florenz einen längeren Stadtbesuch zu machen, verwerfen. Das können wir Sweety nicht antun und ich komme mit diesen hohen Temperaturen in einer Stadt auch nicht klar.

Ein Plan B muss her. Die Rezeption gestattet uns, auf dem Camping-Platz zu bleiben, solange wir möchten. Toll!

Das machen wir und essen und duschen in Ruhe. 

So gegen 15.00 Uhr rollen wir dann in Richtung Florenz.

Kurze zwei Stunden mit Klimaanlage im Auto waren okay und einen Camping für heute abend direkt vor den Toren Florenz stand auch fest.

Aber die Rechnung ging nicht auf, denn der Camping Michelangelo existiert nicht mehr! Alles verschlossen mit dem Hinweis auf einen anderen Camping.

Zuerst war es eine Enttäuschung, aber dann hatte die Fahrt dorthin auch etwas Positives. Und zwar landeten wir direkt 

am Aussichtspunkt Piazzale Michelangelo mit Panoramablick über Florenz!

Navi Daten: W 43.76279. O 11.264972

Dort kann man parken, wenn man Glück hat, auch Womos standen dort.

Das war echt Klasse, wenn schon keinen Camping und Übernachtungsplatz hier in der Nähe, dann wenigsten einen absolut traumhaften Blick über Florenz. 

Wir konnten sogar die Bogenbrücke, die einzige über zwei Etagen sehen und den Dom mit seiner weltberühmten Kuppel!

Es war mittlerweile schon später und der Panoramaplatz füllte sich zusehend. Überwiegend junge Leute saßen dort und warteten auf den Sonnenuntergang. Wir schlenderten noch ein wenig im angrenzenden Park, bevor wir dann ein paar Kilometer weiter zu einem gemischten Park-/Stellplatz (Übernachtungsplatz) gefahren sind. (Nicht erwähnenswert)

Das war die Anzeige im Auto während der Fahrt! Nein, definitiv haben wir richtig entschieden und "vertagen" dieses Florenz zu einer anderen Jahreszeit.
Das war die Anzeige im Auto während der Fahrt! Nein, definitiv haben wir richtig entschieden und "vertagen" dieses Florenz zu einer anderen Jahreszeit.

Hier noch einige Impressionen von oben auf Florenz:


22. August

Die Stadt Siena

Heute früh war es unerträglich schwül und wir suchten uns einen Camping mit Schwimmbad in Siena aus. 

Nur ein kurzes Stückchen Weg und wir standen auf dem recht angenehmen Campingplatz vor Sienas Toren. 

Es waren genügend freie Plätze vorhanden, sogar mit Schatten und es wehte ein laues Lüftchen unter den Bäumen.

Hinsetzen, relaxen und baden, das war der heutige Tag - 

und dann kam der ersehnte Regen! 

Es donnerte kräftig und brachte tatsächlich eine Abkühlung.

"Camping colleverde siena" 

www.siena-camping.com ( 40,00 Euro alles inklusive)

Weil die Temperaturen heute abend runtergegangen sind, wollen wir morgen durch Siena's Altstadt bummeln. 

Von hier sind es keine zwei km Fußmarsch oder aber man nimmt den Bus, der in 100 m Entfernung vom Camping abfährt. 

(Sweety ist geschafft, sie schläft heute den ganzen Tag)

Siena ist eine unberührte mittelalterliche Stadt mit einer reichen Kultur und Geschichte, gleichzeitig aber lebendig durch seine Studenten und die jungen Besucher, so steht es in unserem Reiseführer. Wir sind gespannt.

Nun lassen wir den Abend mit diesem Campingplatzflair und einem letzten Eintrag im Reisetagebuch ausklingen.


23. August

Stadtbesichtigung Siena

Nun, heute stand eine kleine Stadtbesichtigung in Siena an.

Aber erst gab's natürlich Frühstück und dann ein Blick auf das Thermometer. Es zeigte 25 Grad nach dem gestrigen Gewitter. 

Weil wir aber der Sweety und uns den evtl. Stress mit dem Bus ersparen wollten, sind wir mit unserem Kastenwagen kurzerhand in die Stadt gefahren. Ansonsten gibt es vom Camping-Personal einen Stadtplan und auch Infos über den Bus!

Einen kostenlosen Parkplatz fanden wir in der Nähe des Stadttores Porta Ovile. N 43.32703, O 11.33261

Mit dem PKW ist es kein Problem, aber für Womos! 

An zwei größeren Parkplätzen ist eine Höhenbegrenzung angebracht.

Der Rucksack ist gepackt und los ging es. Man stapft hoch und wieder runter, alle Gassen sind mit alten Kopf-Steinplatten gepflastert. Dort wo sich keine "berühmten" Highlights befinden, ist man oft ganz alleine. Der Stadtkern ist perfekt erhalten. Bis heute blieb Siena als nahezu unverfälschte, gotische Backsteinstadt des Mittelalters erhalten.

Das ist Sienas Campo, ein Platz zum Bummeln, Dösen, Verweilen.
Das ist Sienas Campo, ein Platz zum Bummeln, Dösen, Verweilen.

Ja, jeder Besucher findet sich hier auf dem fächerförmigen Platz irgendwann ein - und alle haben Zeit. 

Ich könnte jetzt die ganzen geistlichen und weltlichen Sehenswürdigkeiten aufzählen, aber das möchte ich nicht. Jeder, der Siena besucht, wird sich selber informieren oder vielleicht im Netz ein wenig nachlesen. 

Jedenfalls kann man auch hier gut drei Tage einplanen, ohne sich zu langweilen, um jedes Museum und jede Kirche zu besichtigen. Shoppen kann man natürlich auch!

Wir haben das Flair auf uns wirken lassen und uns am Campo einen Tisch zu Mittag ausgesucht. Die überwiegende Touri-Sprache war italienisch. Noch ist der August als Ferienmonat der Italiener nicht vorrüber.


Das ist der Dom, ein wahres Juwel. 

Rechts, das ist eine Hallenkirche. Sie ist die Kirche der Stadt-Heiligen Katherina.

Wie gesagt, schlendert man etwas abseits, kommt man in ganz verwinkelte, enge und kellerähnliche Gassen, die noch bewohnt sind!

Und noch ein paar Stadt-Impressionen.

An diesen mit Toskanamotiven bemalten Kacheln konnte ich nicht vorrübergehen. Leider sind uns diese Landschaften noch nicht "begegnet", denn sie liegen südwestlicher!

Wie gesagt, shoppen kann man nach Herzenslust, auch wenn vieles entsprechend teurer ist, als anderswo. Aber das entscheidet ja jeder für sich. 

Hübsch anzusehen ist es allemal.


Gegen drei trudelten wir auf dem Camping ein. Der erste Gang war zum Schwimmbad, eine Erfrischung im kühlen Nass war jetzt angesagt. Es war ein sehr erlebnisreicher Tag. 


24. bis 26. August

Fahrt durch die westliche Toskana

In der Nacht hat es ein richtig lautes Gewitter mit viel Regen gegeben, das sich einige Zeit hinzog. 

Dementsprechend lange haben wir dann geschlafen und haben es gerade noch so geschafft pünktlich um 11.00 Uhr den Camping zu verlassen. Das Personal nimmt es sehr genau!

Zuerst war einkaufen angesagt. Das Wochenende steht vor der Tür. Dann ging's weiter ..... auf zu den schönen Landschaften in die Toskana!

Also, wir sind dann ganz grob in Richtung Livorno gerollt und haben in einem bezauberten Städtchen angehalten. Es heißt: Colle di Val ď Elsa.
Also, wir sind dann ganz grob in Richtung Livorno gerollt und haben in einem bezauberten Städtchen angehalten. Es heißt: Colle di Val ď Elsa.

Die Fahrt am Samstag mit den tollen Aussichten:

Der Spaziergang durch das kleine beschauliche "obere" Städtchen Colle di val Elsa  (Bilder oben und unten)

Es war dort sowas von gemütlich und beschaulich. Man kann nur staunen, wie gut alles über die vielen Jahrhunderte erhalten geblieben ist. Viele alte "Palazzo's", die noch bewohnt sind. Auch die "Kellerhäuschen" sind liebevoll restauriert und bewohnt. Und eine angenehme Kühle war unser Begleiter. Damals wusste man schon, wie man baut, um der Hitze zu entkommen.

Eigentlich ist das Städtchen für seine Glaskunst bekannt und deshalb gibt es dort auch hübsche Dinge zu bestauen und zu kaufen. (Die Mizi's haben mich an Pünktchen erinnert - für euch, Hannah und Clara habe ich sie fotografiert - ich glaube, dass sie es auch wollten.)

Und hier konnten wir nicht vorbeigehen, zumal das Personal uns ganz freundlich sagte, dass wir auf jeden Fall mit Sweety reinkommen dürfen.

Ja, und das ist unser Übernachtungsplatz (und mit dem Nachtblick!) nach diesem schönen Stadt-Bummel. 

Und zwar haben wir ihn bei Park4night gefunden. 

Er liegt in Richtung Volterra.

Navi Daten:  N 43.420828, O 10.840929

Die Sicht war umwerfend! 

(Links der Blick aus unserem Heckfenster)

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Strandtag - Livorno bei Cècina

Was macht man, wenn es zum Frühstück schon wieder so heiß ist? Man träumt vom "kühlen Nass"!

Unser Ziel waren die Naturstrände bei Cècina- unterhalb von Livorno. 

Wir wollten uns aber zuvor noch von den ländlichen Gebieten hier in der westlichen Toskana verabschieden und haben deshalb einen kleinen Schlenker durch die vorgelagerte hügelige Landschaft gemacht. 

Klimaanlage an und los ging's.

Und nun trudelten wir in den Badeort Cècina ein. Dort hatten wir einfach nur Glück. Wir fuhren die Bäderstraße entlang und sahen einen Parkplatz ohne Höhenbegrenzung, auf den wir sofort raufgefahren sind. 

Navi-Daten: N 43.31512, O 10.47975

Kurze Orientierung und eine Überraschung! Reiner Zufall, denn er lag sogar an einem wirklich tollen Hundestrand, nur ca. 700 m vom großen Parkplatz ab. 

Ein schattiger Spazierweg führte dort hin.

Hier haben wir den ganzen Nachmittag verbracht.

Und am späten Abend sind wir zum ausgesuchten Stell-/Übernachtungsplatz vom letzten Jahr (Korsika) nach Livorno gefahren.

Er liegt nicht so ruhig, dafür aber am Park. Man kann auch den Sonnenuntergang im Meer sehen.

Hier in Livorno werden wir uns morgen in aller Ruhe auf die Fährabfahrt "vorbereiten" und uns eine Übernachtung im Fährhafen sichern, denn unsere Fähre legt um 8.00 Uhr ab. Das heißt für uns, eine gute Stunde vor Abfahrt dort sein und dann vorher noch mit Sweety eine Runde gehen, damit sie die ca. acht Stunden durchhält. Auf dem Deck gibts zwar eine Hundetoilette, aber das mag sie nicht.

Das Wetter soll gut bleiben und so hoffen wir, dass wir nicht "durchgeschaukelt" auf Sardinien ankommen.

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🚐🏞🏝🏜🏖

27. August - Ankunft auf Sardinien

Der Norden

Am Nachmittag rollte unser Camper nach ca. 7 Std. von der Fähre und wir waren ganz gespannt, wie der erste Eindruck sein wird.

Noch kann man ja gar nichts sagen, nur dass wir laufend Korsika vor Augen hatten. Uns fiel auf, wie vertrocknet hier vieles ist, im Gegensatz zum gleichen Zeitpunkt 2018 auf Kosika.

Nun, wir haben ja die Tour von Norden in den Westen und dann in den Süden gewählt. Deshalb fuhren wir erst die 

SS 125 von Olbia bis kurz vor Arzachena. Dort ging es  

die SP 13 bis Palau und wieder zurück. 

Ein netter Camping, wenn möglich mit Meerzugang, sollte es sein. 

Zwei Campingplätze hatten wir uns ausgesucht und auch angefahren. Aber das war nichts! 

Beim ersten Platz "Isuledda Camping", übrigens es soll einer der "schönsten" sein, wurden wir gleich an einer (Vor)Schranke abgefangen. 

Wir sollten den geschotterten Weg zur Rezeption zu Fuß zurücklegen, weil wir nicht reserviert hatten. Gefühlt waren das wohl mindestens ein Kilometer bei der Hitze und dem staubigen Weg. 

Kurzerhand sind wir mit dem Camper umgedreht und ein Stück zum nächsten Camping "Baia Saraceno" gefahren. 

Dort an der Rezeption ging es zügig und wir wurden auf unseren "Platz delegiert". 

Der war aber eine "Abstellfläche" mit Blick auf diverse aufgehängte Wäsche! 

Nach Rücksprache in der Rezeption fuhren wir hier dann auch wieder runter. Für 45,00 Euro, ohne Strom, plus Kurtaxe 4,00 und Hund 3,00, das war nicht akzeptabel für diesen Abstellplatz.

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Jetzt stehen wir auf diesen Platz, den wir bei "park4night" gefunden haben. Wir werden hier übernachten und freuen uns über den abendlichen Rundumblick. Neben uns steht ein italienisches Womo. 

Navi Daten: W 41.1276 , O 9.44095 

nahe dem Ort La Coniaan der SP 13, nur für Van bzw. Kasten geeignet,

Wir befürchten, dass auch die anderen Campingplätze noch recht voll sind. Das wird wohl erst zum Wochenende weniger werden. 

Dieser hier hat einen schönen Blick über die beleuchtete Marina und ist der Zugang zu mehreren kleinen Badebuchten. Eine kalte Dusche mittels Schlauch an der Marina nach dem Baden im Meer tat nach dieser Fährfahrt recht gut.

Wir hatten am Nachmittag wieder 34 Grad!

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Unten das Bild im Fährhafen in Livorno:

Im Fährhafen war es sehr voll, weil morgens um 8.00 Uhr mindestens zwei/drei Fähren gleichzeitig abfuhren. Wir werden, falls uns der Weg nochmal hierher führt, nur noch außerhalb des Fähr-Terminal übernachten. Die Fähre war 

die ganze Nacht an die Kühlung angeschlossen, dementsprechend laut waren die Aggregate.

Auf der Fähre mit netter Unterhaltung:

Wir konnten uns aufgrund des schönen Wetters die ganze Überfahrt an Deck aufhalten. Für die Kinder wurde der Pool mit Wasser gefüllt. Und Edwin hatte einen ganz netten Gesprächspartner aus der Schweiz an seiner Seite.

Nicht so berauschend war das Speise-Angebot, da sind wir von den Schweden-Fähren etwas anderes gewohnt.

Mit dem Hund gibt es absolut keine Probleme. Sweety durfte überall mit hin, sogar in die Restaurants. 

Ein paar Aufnahmen:  

Rundumblick vom Übernachtungsplatz -Park4nigt.

So, das war der Ankunftstag hier auf der Insel Sardinien, die wir nun in dreieinhalb Wochen erkunden wollen.

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28. August - 31. August  

Erste Eindrücke im Nordwesten bei Vignola Mare

Es ist schon manchmal wie verhext, so toll der Platz für die erste Übernachtung war! - wir wären in der Nacht noch ein paar Meter weitergefahren - ging aber nicht.

Denn, obwohl der ganze Platz leer war, wurden wir von zwei PKW zugeparkt. 

Die jungen Leute hatten die Idee, die ganze Nacht bis früh morgens ihre eigene kleine Strandparty zu feiern. 

So blieb uns nur übrig, durchzuhalten. Dementsprechend müde waren wir natürlich morgens.

Nach dem Frühstück steht fest, wir brauchen ersteinmal einen Anlaufpunkt, der uns Bodenhaftung gibt und das für mehrere Tage, um richtig anzukommen und zu planen, was wir uns ansehen möchten.

Dazu wollten wir einen Platz aus unserem Reiseführer im Gebirge anfahren. Die Fahrt dorthin war recht schön mit vielen Aussichten über die Macchia, ähnlich wie auf Korsika.

Aber auch dieser Platz war absolut nicht geeignet. Ob er überhaupt noch in Betrieb war, kein Kommentar über den optischen Eindruck. 

Im Reiseführer von Peter Höh ist er verzeichnet. (aktualisiert 2018)   

Für diesen "verlassenen Platz" fuhren wir von 

Laconia (SP 13) nach Arzachena und dann über Luogosanto (SP 14)  nach Vignola Mare ( SP 5). 

   

Also gaben wir jetzt die Daten von einem supertollen Stellplatz am Ortsrand von Vignole Mare ein . 

Als wir ihn sahen, stimmte einfach alles, aber man ließ uns nicht rauf. Die Schranke war von 12.30-16.00 Uhr geschlossen. 

Obwohl das Personal anwesend war und Edwin seinen Ausweis hinterlegen wollte, verwies man uns auf 16.00 Uhr.

Drei Stunden in der Mittagshitze "braten"? 

Nein, und deshalb rollten wir ein paar Meter zurück und checkten auf dem 

Campingplatz Village "Baia Blu la Tortuga" in Pineta di Vignola Mare ein. 

Es ist ein großer Platz, mit vielen Camperhütten und mit allem was sich ein Camper-Herz wünscht, wenn man an einem Ort seinen Urlaub verbringen möchte. 

Der Preis ist Ok, um die 45,00 Euro mit Strom, + Hund 7,50 Euro, denn ab dem 27.8. ist schon Nachsaison hier. 

Wir stehen unter hohen schattigen Pinien und fast alleine! 

In zwei Minuten ist man am Meer und kann einen langen Weg entlang spazieren, wenn es nicht zu heiß ist, wie jetzt.

Hier ein paar Impressionen von den ersten zwei Tagen:

Viele italienische Familien sind schon abgereist oder sind beim Packen, dementsprechend leer ist es an einigen Abschnitten. Für uns prima, so können wir unsere Reiselektüre in Ruhe "studieren". 

Nun lassen wir es uns ein paar Tage gut gehen und genießen das Camping-Flair, bis uns das Reisefieber wieder packt und wir den Zündschlüssel drehen!

Jetzt sind wir genau drei Wochen unterwegs! Sardinien kann kommen.

Was wir uns wünschen: Das sich Sardinien in unser Herz schleicht und wir viele schöne Ecken entdecken, die uns ansprechen!
Was wir uns wünschen: Das sich Sardinien in unser Herz schleicht und wir viele schöne Ecken entdecken, die uns ansprechen!

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Neuer Tag !  Und wir sind neugierig, wie wohl dieser Rund-Turm aus der Nähe aussieht.
Neuer Tag ! Und wir sind neugierig, wie wohl dieser Rund-Turm aus der Nähe aussieht.

Es gibt auf Sardinien 7000 steinernde Rundtürme mit bis zu

20 m Höhe. Der Anblick ist faszinierend und das Alter 

geht bis ins 4. Jahrtausend v. Chr. zurück. Die Zweckmäßigkeit dieser "Nuraghi" ist bis heute ein Rätsel.

Solch einen Rundturm gibt es hier in der Nähe. 

Wir haben diesen schweißtreibenden Fußmarsch mit Sweety am zeitigen Morgen gewagt und den Turm bestiegen. Zwischendurch gabs natürlich ein erfrischendes Bad. Es sind noch immer um die 30 Grad und kaum Wind hier in Vignola Mare.

Das war der Rundumblick aus dem Turm. Und nun wanderten wir zum Camping zurück. Ein Glück, das die Kiefern auf dem Platz den ersehnten Schatten spenden!

Übrigens, mit Sweety gibt es keine Probleme auf dem Camping. Sie darf ins Wasser, es gibt sogar ein Hunde-Bad und ins Restaurant kann sie auch mitkommen.  

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So, wir sagen dem Camping hier "Tschüß" und fahren heute am Samstag (31.8.) um die Mittagszeit ab. 

Es war für uns wichtig, anzukommen und nun sind wir wieder neugierig genug, um die Insel zu erkunden. 

Der Camping hat uns gut getan, denn der Service stimmte für das Geld. (3 Nächte = 142,50 Euro)

Alles pikobello sauber! Sogar die Abwaschbecken werden "weiß" geschrubbt.

Man mag es kaum glauben, aber hier wird sogar 

(nicht nur sprichwörtlich) der Wald "gefegt". Die Tannennadeln, die herunterfallen, fegen die Mitarbeiter 

von dieser riesigen Fläche täglich zusammen!

Alles in allem kann man ein großes Lob aussprechen.

Nun beginnt endlich die Rundreise. Und wer mag, kann im dritten Teil weiterlesen, was wir so erlebt haben und wie unsere Eindrücke von Sardinien sind.

Weiterlesen:

Sardinien 3. Teil