Mit dem Womo auf die Insel Sardinien 

August/September 2019

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1. Teil   Planung/Hintour durch Deutschland, 

             Östereich und Italien

2. Teil   Italien/Ankunft auf Sardinien-Norden

3. Teil   Nordwesten/Südwesten

4. Teil   Südwesten/Osten

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Ja, nun ist es wieder so weit. Fast 8 Wochen haben wir es zu Hause ausgehalten......

Es geht auf die Insel Sardinien, die zweitgrößte Italiens und natürlich wieder mit unserem kleinen Kastenwagen.

Wir sind schon sehr gespannt, ob es uns so gut gefällt, wie auf Korsika. Die grobe Planung steht fest. Wir fahren die Küstenstraßen mit einigen Abstechern in's Innere der Insel.

Die Rund-Tour beginnt nördlich, entgegen dem Uhrzeigersinn. Dafür haben wir ca.vier Wochen eingeplant. 

Die Fähre legt am 27. August um 8.00 Uhr ab und zurück gehts am 25. September um 10.00 Uhr.

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Im Gepäck ist genug Lesestoff mit vielen praktischen Reisetipps. Die schönsten Orte, Landschaften und Strände Sardiniens sind dort im Detail beschrieben. Eine ganz tolle Auto-Karte von Reise Know How wird uns sicher eine große Hilfe sein, um alles zu finden.

Und wegen "der grauen Zellen in unserem Alter" möchte ich über unsere Erlebnisse wieder online berichten. 

Vorausgesetzt, das Netz ist gut. 

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Dieses Mal haben wir uns überlegt, die Fährtickets über das Internet zu buchen und zwar über die Spezialisten der Fa.TURISARDA in Düsseldorf. 

Das hat ganz reibungslos geklappt. Nach drei Tagen konnten wir die Tickets auf dem PC ausdrucken. 

Für die Hin- und Rückfahrt (mit Hund) zahlten wir ohne Kabine 220,00 Euro.  (Livorno-Olbia/Tagespassage)  

Preislich sind wir sehr zufrieden. Die Firma vergleicht die Tarife der einzelnen Linien und bucht das gewünschte Ticket ohne Aufschlag. Wir haben uns somit das Suchen in dem Tarifdschungel erspart.

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Von uns, dem Norden Deutschlands, bis Sardinien sind es ja "einige" Kilometer, die abgespult werden müssen.

Durch unser Rentnerdasein spielt Zeit keine Rolle.

Deshalb planen wir bis zur Fährabfahrt gute 2 Wochen ein, um wieder unserem Motto "Die Fahrt ist das Ziel" gerecht zu werden.

Folgende Unterwegs-Ziele sind im Gepäck: 

Das Kyffhäuser-Denkmal (Kaiser Wilhelm Nationaldenkmal) mit Barbarossa-Höhle. Das ist eine historische Sehenswürdigkeit im gleichnamigen Mittelgebirge des südöstlichen Harzes bei Bad Frankenhausen.

Die Zugspitze 

Es ist der höchste Berg mit 2962 m Deutschlands.

Jährlich gelangen 500 000 Besucher mit der Bayrischen Zugspitzbahn und der Eibsee-Seilbahn auf den Gipfel.

Vielleicht schaffe ich es ja, trotz meiner Höhenangst dort hoch zu fahren?

Das Timmelsjoch - die Hochalpenstraße

Das Timmelsjoch ist der einzige befahrbare Alpen-Hauptkamm von Österreich nach Italien auf einer Höhe von 2474 m zwischen Reschen und Brenner, gebaut von 1955-1959 und durchgängig befahrbar ab 1968.

Im Ötztal waren wir vor etlichen Jahren und konnten diesen Grenzpass damals mit dem Wohnwagen nicht fahren. Mit dem Kastenwagen ist es jetzt möglich. 

Wir sind quasi mittags auf den Ötztaler Gletschern und am Nachmittag unter Palmen in Meran.

Meran - die "Sissi-Stadt"

Inmitten eines Talkessels liegt diese Kurstadt mit einer südländischen Vegetation. Vielleicht wandern wir ja auch unter Palmen, Olivenbäumen und Zypressen entlang, wo einst die Kaiserin flanierte.

Verona - nur 30 km vom Gardasee entfernt liegt diese schöne Stadt. Wir möchten durch Verona bummeln und den bezaubernden Charme um Romeo und Julia genießen.

Florenz - die Hauptstadt der Toskana

:) die wir nicht kennen.

Vielleicht bleibt es nicht nur ein Wunsch, diese glanzvolle wunderschöne Stadt mit ihren beeindruckenden Bauten zu besuchen.

:)Spontan sind wir zusätzlich eine Tour durch die 
Dolomiten - speziell Schlern Rosengarten in Tirol gefahren. Und haben ferner einen Abstecher in das Monte Baldo Massiv am Gardasee gemacht.
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Die Reise beginnt 9. August 2019

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Die Gedanken am Tag davor:

Wie jeden Tag haben wir gestern mit Sweety einen ausgiebigen Spaziergang durch den Wald und die Heide unternommen. Vorerst das letzte Mal.

Die Heide fängt an zu blühen und Blaubeeren sind abgeerntet. Auch wenn die Natur bei uns in "Klein Schweden" wunderschön ist, zieht es uns in die Ferne.

Man sagt oft: "Reisefieber hab ich" oder "das Reisen bildet".

Ist man ersteinmal angesteckt, dann kommt man nicht davon weg. Man muss sich nicht unbedingt für Geschichte begeistern. Doch wenn man an den Orten ist, will man mehr über Land und Leute erfahren. 

Und das Interesse wächst. Man kann nachvollziehen, warum es so ist, wie es ist. 

Nur das die Menschen in den -zigtausenden von Jahren nicht schlauer geworden sind,   

und dass das Geld regiert und die Macht hat, 

und dass immer wieder Kriege geführt werden, 

das alles versteht man nicht.

Und dann hat man die herzlichsten Begegnungen mit Menschen (in Portugal und zum Teil in Osteuropa), die oft so wenig haben und davon noch abgeben. Das berührt und ist das Schönste am Reisen. 

So wächst nicht nur die Anzahl der Bilder, nein, auch das Herz und der Verstand!

Vorurteile verschwinden ganz einfach.

Wir laden euch wieder herzlich ein, uns visuell zu begleiten.

Und über ein Feedback und Anregungen freuen wir uns immer sehr.

(Das waren ein paar persönliche Gedanken.)

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9. August

Heute haben wir die ersten Kilometer abgespult und zwar zuerst bis Oranienburg und dann ging es weiter zum Wörlitzer Park bei Dessau.

Das ist ein Mittags-Rastplatz in Oranienburg direkt am See, den wir für eine längere Pause angefahren sind. Einen superschönen Stellplatz V/E für 15,00 Euro gibt es aber auch im Hafengebiet.

Das sind die Navi-Daten: N 52.75659, O 13.26483

Um ein wenig abzukürzen, nahmen wir die kleine Autofähre über die Elbe. Das Wasser war so niedrig, das immer nur zwei Kraftfahrzeuge rauf durften.

Nun waren es noch 5 km bis zum Wörlitzer Park und dem Ort Wörlitz. 

Hier wollten wir den wunderschön angelegten Park mit den Kanälen und dem See zu Fuß umrunden. 

Auf dem Weg zu einem netten Café hab' ich doch gleich Fotos gemacht, die leider die einzigen blieben, weil folgendes passiert war:

Es ist doch wie verhext! Unsere Sweety jaulte plötzlich auf und schüttelte laufend den Kopf. 

Ja, man glaubt es nicht, aber was wir vermutet haben, war Tatsache. Rein ins Auto und ab zur Tierklinik nach Wittenberg (20 km) Lutherstadt.

Und das holte die Ärztin aus beiden Ohren! 

Wir waren sprachlos und so froh, dass wir noch rechtzeitig kurz vor Feierabend die Tierklinik in Wittenberg fanden und das die Sweety diese professionelle Hilfe bekam. 

Wir bedanken uns bei der Tierärztin Frau Körner recht herzlich und auch der gesamten Belegschaft sagen wir Danke. Ein wirklich tolles Team.  

Jetzt wird unsere Reise hoffentlich ohne Komplikationen weitergehen. 

Nun stehen wir die Nacht auf dem Stellplatz direkt am Wörlitzer Park für 10,00 Euro mit V/E. 

Navi Daten: N 51.84946, O 12.41148 

10. August

Kyffhäuser-Denkmal

Bis zum Kyffhäuser-Denkmal war es nicht weit und wir trudelten dort am Vormittag ein. Weil Sweety von der Narkose noch etwas benommen war, fiel die große Runde im Wörlitzer Park aus.

Am großen Parkplatz direkt unterhalb des Denkmal erwarteten uns schon einige Einweiser, denn was wir nicht wussten:

Es fand dort am Wochenende ein Mittelalterspektakel statt. 

Dementsprechend voll war es natürlich nicht nur auf den Parkplätzen, sondern auch um das Denkmal herum. Eintritt 8,50 Euro/P. Wir haben uns dort gute zwei Stunden umgesehen. 

Man kann auf den Denkmalsturm hinaufsteigen und hat eine schöne Rundumsicht, auch das Museum ist sehr informativ. Die Barbarossafigur und das Reiterstandbild sind natürlich sehr imposant und um dieses einmal vor Ort zu sehen, sind wir ja hierher gekommen. 

Von hier sind es ca. 5 km zur Babarossa-Höhle. Dort gibt es auch einen Parkplatz, fast im Grünen, auf dem wir die Nacht blieben. 

Die Höhle wird mit einer einstündigen Führung angeboten und ist sehr sehenswert (aber sehr rutschig beim Gehen)! 8,50 Euro/P.

Navi-Daten: N 51.374929, O 11.034816 Höhlenparkplatz

Den Nachmittag und Abend haben wir dann in Gesellschaft verbracht. Es war ein vereinbartes Treffen von Camper-Freunden. (Edwin hat den Platz reserviert)

Und wie es so ist, wenn man gleiche Interessen hat: 

Unser Gesprächsstoff fand kein Ende. 

Es waren ein paar nette Stunden. Danke Peter und Rosi! 

(SWEETY grüßt BENNY)


11. August

Nach einem sonnigen Morgen und einer herzlichen Verabschiedung ging es mit einigen "Futterpausen"

weiter. 

Zwischen Feuchtwangen und Dinkelsbühl an der B 25 haben wir uns über Park4night einen schönen Platz "für eine Nacht" ausgesucht. Es war sehr warm und so ließen wir es uns zum Kaffee mit Rosis Kuchen an diesem Weiler richtig gut gehen.

Ein erfrischendes Bad im Weiler als "Adam", das ließ Edwin sich am Abend nicht entgehen. Als er rauskam, schlenderte eine ältere Dame mit ihren Hunden vorüber und sagte, sie hätte auch drei Männer zu Hause und kein Problem ihn so zu sehen. Echt lustig!

Navi Daten: N 49.11225, O 10.3139  schmale Feldstraße zum Weiler

Heute Nacht hat's geregnet und es hat sich von 30 auf 14 Grad (heute morgen 12.8.) abgekühlt. 

Der Himmel ist grau! 

Wir hoffen darauf, das sich die Sonne in Bayern wieder sehen lässt, damit es sich lohnt, zur Zugspitze zu fahren.


12. und 13. August

Die Zugspitze

Am Montag und Dienstag begleitete uns ein Regenschauer nach dem anderen. Wir haben während der wenigen Stunden, die es mal trocken war, unsere Rundtouren mit Sweety gedreht und uns so ganz nebenbei natürlich auch einiges angesehen.

Seit gesternabend befinden wir uns auf dem Stellplatz in Garmisch-Partenkirchen, quasi zu Füßen der Zugspitze, nur sehen können wir sie nicht!

Der Stellplatz bietet alles an, was man benötigt und ist 2,5 km vom Zentrum entfernt. Er ist deshalb nicht ganz billig. Für uns ca. 25,00 Euro, zumal u.a. die Kurtaxe, der Hund, die Duschen und Strom extra berechnet werden. Die Entsorgung war kostenlos. 

Gestern, während der Fahrt nach Garmisch.P., sind wir in Ettal und Oberau angehalten. In Ettal bewunderten wir die wunderschöne Benediktinerabtei, eine bedeutende Wallfahrtsstätte und in Oberau wanderten wir einen Meditationsweg entlang, der als Rundweg einer sehr alten Handelsstraße angepriesen wurde.
Gestern, während der Fahrt nach Garmisch.P., sind wir in Ettal und Oberau angehalten. In Ettal bewunderten wir die wunderschöne Benediktinerabtei, eine bedeutende Wallfahrtsstätte und in Oberau wanderten wir einen Meditationsweg entlang, der als Rundweg einer sehr alten Handelsstraße angepriesen wurde.

Und heute haben wir den Eibsee ein gutes Stück zu Fuß umrundet, weil wir von unserem Alpencamp nach Garmisch-Partenkirchen zur Eibsee-Seilbahn gefahren sind, um uns zu informieren, wie es zur Zugspitze hinaufgeht. 

Die Seilbahn ist in dieser Form erst seit 2017 in Betrieb.

Ja, und nun können wir nur die Daumen drücken, das frühmorgens die Sonne scheint. Ansonsten fällt die Fahrt natürlich ins "Wasser". Das Geld wäre zum Fenster hinausgeworfen.

Die Live-Cam wird uns zeigen, wie es dort oben aussieht....?


14. August

Fahrt auf die Zugspitze

Wir konnten es kaum glauben! Heute morgen schien die Sonne, obwohl es bis zum frühen Morgen auf unser Womo-Dach tröpfelte.

Ruck-zuck waren wir abfahrbereit und ein bisschen aufgeregt kauften wir die Karten (56,00 pro Person) für die Kabinen-Seilbahn, mit der wir dann schon um 9.30 Uhr zur Zugspitze fuhren. 

Was für ein Glück! 

Die Sicht war gut, wenn auch die Wolken hin und her zogen. Wir haben gute zwei Stunden dieses wunderbare Erlebnis dort oben genossen. 

Es wird wohl das erste und letzte Mal gewesen sein, daß wir auf Deutschlands höchstem Berg stehen! 

Ein wunderbares Gefühl.

Was mögen die "richtigen" Bergsteiger empfinden, wenn sie nach einem mühevollen Aufstieg dort oben stehen?

Nun lassen wir mal die Bilder sprechen:

Diese Bratwurst schmeckte natürlich besonders gut, bevor wir gegen Mittag dann wieder runtergefahren sind. 

Die Kabine ist sehr ruhig, sie schaukelt kein bisschen und so hatte ich keine Höhen-Angst. Nur durch die Höhe dort oben hatte ich leichte Kreislauf-Probleme, sobald ich schneller ging oder beim Treppensteigen. 

Na, ja man ist keine 30 oder 40 mehr....


Jetzt ging die Fahrt weiter und zwar bis hier nach Längenfeld, wo wir mit mehreren Womos auf einem großen Platz inmitten des Ortes übernachten werden.

Navi- Daten: Längenfeld am Naturkunde- Museum 

N 47.065, O 10.967

Zuerst rollten wir den Fernpass auf der B 179/E  und dann die 189 bis hierher. Es war eine wunderbare Strecke mit einer schönen sattgrünen Natur.

Die Sonne blieb unser Begleiter mit angenehmen 25 Grad. Zwischendurch drehten wir noch einige Gassi-Runden und auch in Längenfeld bummelten wir noch ein wenig.

Ein paar Bilder:

Hier wurden heute abend die Kühe über den Platz nach Hause geführt, so wie wir es aus Rumänien kennen. Romantisch!

Morgen geht es weiter nach Sölden und dann über das Timmelsjoch bis nach Meran. Vor genau 20 Jahren haben wir hier im Ötztal zwei Wochen einen Berg-Wander-Urlaub gemacht.


15. August

Das Timmelsjoch

Und wieder scheint die Sonne. Wir sind die ersten, die den Zündschlüssel drehen von den fünf Womos, die mit uns die Nacht hier gestanden haben. Wir fahren heute die 

Timmelsjoch Hochalpenstraße. (Maut 16,00 Euro)

Der Bau der Timmelsjoch Hochalpenstraße war eine Pionierleistung. Das hochalpine Umfeld verlangte von den Arbeitern alles ab. 

In Handarbeit mit Pickel, Schaufel und Schubkarren waren sie anfangs im Einsatz, bis dann der Straßenbau mechanisiert fortgeführt wurde.

Obwohl aufgrund der Höhenlage nur von Mai bis November gebaut werden konnte, wird die Straße innerhalb von vier Jahren (reine Bauzeit 17 Monate) fertiggestellt und am 17. Juli 1959 feierlich eingeweiht.

Es war eine wunderschöne Fahrt und wir haben uns viel Zeit gelassen, um die traumhaften Ausblicke zu genießen. Es gibt genügend Parknischen, damit die Motorräder vorbeirasen konnten. 

Ja, und oben auf der höchsten Erhebung auf 2500 m sind wir mit Sweety eine große Runde gekraxelt. 

Sie hörte die Murmeltiere pfeifen, aber gesehen haben wir keine. Man kann dort oben auch eine Kleinigkeit trinken und essen.

Nach und nach füllte sich der Parkplatz und für uns ging es nun immer langsam hinunter in Richtung Meran. 

Viele kleine Tunnel muss man durchfahren und die Kehren sind teilweise sehr spitz. Die Straße runter ist ziemlich schmal und wir meinen, dass es für große Womos eine Herausforderung bei hohem Verkehrsaufkommen ist. 

Busse fahren allerdings auch.

Wir hatten mit dem Wetter echt Glück, denn eigentlich war Regen angesagt.

Nun werden wir der Sissi-Stadt Meran einen Besuch abstatten.


16. August

Die Stadt Meran

Das letzte Stückchen bis Meran fuhr sich schnell weg. Der Ort strahlte schon beim Durchfahren eine Schönheit aus, sodass wir unbedingt noch ein wenig bummeln wollten. Der Parkplatz an der Pferderennbahn ist recht groß und dort stellten wir das Womo ab. Fußweg ca. 20 Min. bis Ortsmitte.

Es fand ein Rennen statt, deshalb war er kostenlos, was wir beim Rausfahren bemerkten.

Navi Daten: N 46.65975, O 11.15394

Meran ist ja sehr beliebt, weil die Stadt in einem Talkessel liegt und somit gegen den kalten Norden geschützt ist. Die steilen Berge ringsherum und die südländische Vegetation ziehen uns in ihren Bann. 

Wir schlendern bis zum Abend durch die Altstadt und genießen das schöne Stadtbild. Trotz vieler Touristen strahlt alles eine Ruhe aus. 

Besonders der Park um die wirklich tolle Thermenlandschaft herum begeistert uns.

Der Campingplatz ist 400 m vom Zentrum entfernt, aber leider war er voll belegt. So sind wir zum Camperstellplatz "Schneeburghof" gefahren. 

Er liegt 3 km von Meran entfernt, oberhalb nahe dem kleinen Dorf Tirol, hat eine gute Ausstattung, einen tollen Blick und kostet ca. 25,00 Euro plus Dusche 2,50 Euro. 

Wir bleiben zwei Nächte.

Navi Daten: N 46.676810, O 11.16734

Das ist der Blick von oben, in dessen Nähe sich auch der Stellplatz befindet. Man kann für 6,00 Euro pro Person mit 

dem Sessellift hoch und runter fahren und so die Stadt fußläufig erkunden, ohne die lästige Parkplatzsuche. Das haben wir heute gemacht und Sweety durfte bei Edwin mitfahren.

Und das ist der Fluss "Passer", der sich durch den Kurort schlängelt und eine tolle Abkühlung für einige war.

Wir haben es uns diese zwei Tage so richtig gut gehen lassen, weil auch das Wetter echt super war.

Hier einige Bilder!

Ja, das war der Besuch der Kurstadt Meran, in der man sich sehr wohl fühlen kann. Wir sind die schönen Promenadenwege entlangspaziert, nein, nicht alle! 

Ein dichtes Netz von Promenaden überzieht die Stadt 

(ca. 60 km lang), oft am Hang mit einem Blick auf die verwinkelten Dächer der Altstadt und die Berge. 

Vielleicht kuren wir ja auch einmal hier in einigen Jahren? 

Wer weiß......

Morgen wollen wir dann wieder so langsam weiterrollen!


17. August

Die Dolomiten

Heute haben wir eine sehr schöne Tour mit dem Womo durch den Naturpark Schlern-Rosengarten in Süd-Tirol unternommen. Die Rosengartengruppe ist ein Dolomiten-Bergmassiv bestehend aus 9 Gipfeln, die alle über 2500 m hoch sind. Es geht von Meran nach Bozen und von dort durch das Tiers-Tal bis Karensee.   

Wir rollten über den Nigerpass mit 1688 m und den Karerpass mit 1774 m. Die Fahrt war ein absoluter Traum. Das Tierser-Tal bezaubert durch die sanfte Schönheit und die Weite. 

Die hohen Spitzen des Rosengarten haben uns dann anschließend während der gesamten Tour begleitet. 

Zuerst sind wir aber gelaufen!

Im Tierser-Tal bekommt man Lust zu wandern. Eine schöne Wanderung führt zu einem St.-Katharina-Kirchlein, in der man einen Freskenzyklus (gotische Malerei, nie übertüncht, aus dem 14. Jahrhundert) bewundern kann. Für Sweety war es ein Hochgenuss, endlich wieder Gras zum Schnüffeln und keinen Kurort.

Mehrere Kehren mit tollen Ausblicken sind wir dann anschließend bis zum ersten Pass, dem Nigerpass, gefahren. Dort oben war ganz schön was los. Viele Wanderer waren unterwegs. 

Aber der Parkplatz ist groß genug und so machten wir einen "Jausenstopp". 

Das Gasthaus "Nigerjochhaus" liegt mitten im Wald mit einem unvergleichlichen Panoramablick auf einen Teil des Rosengarten. Ich hab' zum ersten Mal in Tirol einen Kaiserschmarrn gegessen, einfach köstlich. Er schmekte knusprig und wie gebacken. Das Rezept wollte die Wirtin nicht verraten!

Es war soviel, daß selbst ein hungriger Bergwanderer satt geworden wäre. Edwins Käsetorte war auch Spitze und der Kaffee ebenso! Navi Daten: 46.45526, 11.5863

Die Sonne hatte Mühe, denn die Wolken waren stärker. Aber trotzdem gab es ein paar tolle Blicke auf das Bergmassiv.

Nach der langen Kaffee-Pause ging es weiter zum Karerpass. Auch eine schöne Lage mit tollem Blick. Von hier kann man mit dem Lift aufs Bergmassiv fahren. Wir sind noch eine schöne Runde gelaufen und dann  zu unserem ausgesuchten Camping-/Stellplatz "Camp Soal" ins Tal weitergefahren. 

Navi Daten:   N 46.44497, O 11.69628    

Er liegt 3 km von der Kabinenbahn ab und in der Nähe des größeren Touristenortes Vigo di Fassa. 

Wir sind jetzt im Trentino und lassen den restlichen Nachmittag und Abend in netter Nachbarschaft ausklingen.


18. August


Mit dieser Kabinenbahn sind wir heute früh auf den Kamm (ähnlich einer großen Almwiese) gefahren. Von dort in 2000 m Höhe gibt es ein dichtes Netz an Wanderwegen durch die Dolomiten, von leicht bis schwierig, umgeben von den allerschönsten Dolomitengipfeln. Wir haben uns an das Wort von J.W. v. Goethe gehalten, der sagte : Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen."
Mit dieser Kabinenbahn sind wir heute früh auf den Kamm (ähnlich einer großen Almwiese) gefahren. Von dort in 2000 m Höhe gibt es ein dichtes Netz an Wanderwegen durch die Dolomiten, von leicht bis schwierig, umgeben von den allerschönsten Dolomitengipfeln. Wir haben uns an das Wort von J.W. v. Goethe gehalten, der sagte : Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen."

Mit unserem Kastenwagen fuhren wir auf einen Parkplatz und stellten ihn dort einige Stunden ab. 

Diese zwei Parkplätze (kostenlos) sind auch für größere Mobile geeignet.

Navi- Daten: 46.4168, 11.6785  oder  46.4249,  11.6848

Die Fahrt auf den Kamm (Alm) kostete pro Person 18,00 Euro. Sie dauerte wenige Minuten und schon waren wir auf 2000 m Höhe angelangt. Die Sonne brachte +25 Grad auf's Thermometer und nachdem wir uns orientiert und den Rundumblick bestaunt hatten, wanderten wir gemütlich los.

Als wir am Ausgangspunkt wieder zurückwaren, haben wir es uns so richtig bequem gemacht. Dort oben gibt's natürlich neben Gasthäusern und Übernachtungsherbergen auch viele kleinere Holzhäuschen, die alles mögliche anbieten. Ich war von der Liebe zum Detail so angetan, bin alles abgelaufen ....trotzdem ich schon K.O. war. 

Alles war mit Blumenschmuck versehen, viele Liegestühle gab es gratis und genügend andere Sitzgelegenheiten ebenso.

Hier haben wir es natürlich längere Zeit ausgehalten, denn der Blick auf die Kulisse der "bleichen Berge" - die Gipfel der Dolomiten - sind faszinierend. Man kann sich kaum satt sehen.

Wieder unten im Ort Vigo de Fassa angekommen, ging's zurück zum Stell-/Campingplatz, denn wir werden die Nacht dort bleiben und morgen unsere Reise fortsetzen.


19. August 

Monte Baldo Massiv/Garda

Ja, heute war mal ein Fahrtag, der auch recht angenehm war. Wir gaben "Autobahn ohne Maut" ein und so fuhren wir ganz entspannt immer die Schnellstraßen von 

Vigo di Fassa über Moena und Trient. Von Trient nahmen wir die SS 12 nach Mori

Von dort sind wir dann ins Monte Baldo Massiv (Gardasee) abgefahren und zwar auf die Gebirgsstraßen SP 3 und SP 208 bis nach Avio.  

Weiter ging es dann die SP 208 nach Brentino Belluno zum ausgesuchten Stellplatz, auf dem wir heute Nacht bleiben.

Das ist der Stellplatz, der von der Gemeinde wunderbar hergerichtet wurde. Man steht etwas erhöht mit diesem tollen Panorama-Blick auf die Dorf-Kirche, die Weinhänge und die Berge. Jetzt stehen wir alleine. Fünf Plätze sind zur Verfügung.

Der Platz ist ideal zur Übernachtung (wird per Kamera überwacht) auf den Weg in den Süden.

Navi Daten: Brentino Belluno mit V+E kostenlos

N 45.63963, O 10.86979

Und weil wir nicht die Autobahn gefahren sind, konnten wir die Weinhänge links und rechts auch etwas genießen. Zwischendurch gab es natürlich auch einige Pausen, wenn ein schönes Fleckchen zu sehen war.

Hier oben auf dem "San Valentino Pass" hatten wir außer diesem herrlichen Rundumblick auf das Monte Baldo Gebirge auch einige tierische Erlebnisse. Es bimmelte in allen Tönen und die Kühe ließen sich überhaupt kein bisschen stören. Die Straße gehörte ihnen.

Diese Straße zum Pass hoch und runter ist nicht sehr breit, hat keinen Mittelstreifen, ist kurvenreich und durch Felsüberhänge gibt's eine Höhenbegrenzung. Wir sahen nur ein mittleres Womo außer den PKW's.

Heute zeigte das Auto-Thermometer  +32 Grad an und wir waren ganz froh, nicht wandern zu müssen. 


Nach einem kleinen Abendspaziergang geht auch dieser Tag mit einem letzten Blick auf die wunderhübsch beleuchtete Kirche zu Ende.