Balkan-Rundreise 2. Teil
Albanien  

1. Ksamil und Sarandé                            
2. Butrint, Ausgrabungsstätte
3. Gjirokaster,Stadt
4. Syri i Kälter-Blue Eye (Quelle)
5. Schlucht Këlcyrë
6. Umland Tepelenë
7. Schwefelhaltige Quellen und
8. Benja-Lengarica-Schlucht
9.  Strecke Erseke (Stadt) u.Vithkuq m.Basilika  
10. Korca, Stadt
11. Ohrid-See auf der Halbinsel Lin
12. Elbasan, Stadt
13. Drumjea Gebiet u.Seenplateau
14. Berat (Stadt d.tausend Fenster)
15. Osum-Cannyon
16. Kruja, Stadt
17. Valbona-Tal, Fahrt von Skoder zum Ort Valbona
18. Koman-Stausee, Fähre von Fierzë nach Koman
19. Vermosh- Tal mit Fahrt durch
20. die Cem-Schlucht
21. Skutari-See bei Shkodar sowie südlich bei Zogai (Ort)

Sonntag, 27.5.

Der Himmel strahlt, die Nacht war ruhig und wir sitzen im Camper in Richtung albanischer Grenze. Ein wenig aufgeregt sind wir schon, denn dieses Land ist uns ja völlig fremd. Einige Reiseberichte haben wir vorab gelesen, aber wir wollen uns überraschen lassen. Die Karte von Freytag&Berndt 1:150 000 und das Albanien-Womo-Reisehandbuch vom Hobo-Team /3. Auflage haben wir im Gepäck.  

Der griechisch/albanische Grenzübergang Kakavija ist vor einer Bergkette bereits zu sehen. Es ist ein kleiner Grenzübergang und alles verläuft reibungslos. Die hintere Tür des Campers müssen wir öffnen. Der Beamte strahlt, als er die Campingausrüstung sieht und sagt auf deutsch:"Gute Weiterfahrt".


Wir fahren zuerst die SH 4 und dann die SH 78, das ist eine gut befahrbare Panoramastraße über den Muzinë-Pass mit einer fantastischen Sicht und vielen Serpentinen. Wir sind total begeistert. Weil wir an Mesopotam vorbeikommen, schauen wir uns die "Ruine",einer im 13. Jahrhundert errichteten Klosterkirche, an. Sie wird nur durch Spenden restauriert. Aber es ist so heiß, so das wir wieder weiterrollen. Wir fahren durch Sarande durch und dann nach Ksamil. Dort treffen wir am überfüllten kleinen Familien-Camp ein, den wir nur kurz begutachten. Am zweiten angegebenen Platz in Ksamil  haben wir Glück. Es ist ein "grüner" geräumiger Wiesen-Stellplatz mit Blick auf eine Traum-Bucht, die zur Hotelanlage "Paradis Beach"gehört.  Preis 10,00 Euro incl.Toiletten, aber leider nur angewärmte Strandduschen. 

Aber es ist ja heiß!  Außer uns stehen noch zwei nette Womo-Touris aus Prenzlau und Wien hier.


Wir sind gegen Mittag eingetrudelt und haben ersteinmal die Abkühlung im Meer genossen. Dann ging's auf Suche nach einem Geldautomaten. Der erste war außer Betrieb, der zweite hat die Eingabe der PIN erläutert, aber kein Geld ausgespuckt. (1 Euro = 130 Lek). Morgen ein zweiter Versuch! Der Vodafon-Shop hatte eine WIFI-Karte für 1000 Lek = 4 Gb angeboten. Morgen werden wir die Karte dann für's Tablet kaufen. Man hat wohl oft ein freies Wlan zur Verfügung, so wie auch heute am Hotel-Stellplatz, aber in den Bergen wohl nicht?

Wir sitzen noch lange vor dem Camper, genießen den Blick und lassen den ersten Tag mit Meerrauschen (und mit Musik vom Hotel) ausklingen. 

Stellplatz in Ksamil 39, 45, 57,  N  /  19, 59, 44,  E


Nachtrag:

Die Internet-Karte für das Tablet 1000 Lek = 4 Gb haben wir problemlos im Vodafon-Shop am Montag bekommen. Auch der Geld-Automat war voller Scheine, nur wurde uns alles in Albanisch angezeigt. Ein freundlicher Beamter drückte dann für uns die Tasten und das Geld wurde ausgespuckt.

Und ein Netz hat man in Albanien fast überall, auch in den Bergen, für uns kaum vorstellbar im Vergleich mit Deutschland.


Montag, 28.5.

Es ist ein schöner Morgen und als erstes nehmen wir ein Bad im Meer, dann nach dem Frühstück rollen wir die längere Straße über Sarandé nach Butrint, um uns die Ausgrabungsstätte dort anzusehen. Die Fahrt bietet uns wieder die tollen Ausblicke. Die Straße SH 98 ist ok.

Wir überqueren mit der Ponton-Seilzugfähre, die nicht sehr vertrauenswürdig aussieht, den Vivar-Kanal. Das Rauffahren ist etwas kaotisch, die Einweiser sind bestimmt Hilfskräfte. Der Preis = 10 Euro für 10 Meter Kanal ! Gleich hinter dem Kanal befindet sich der Parkplatz und rechts ist der Einlass zur antiken Hafenstadt Butrint, die auf einer Halbinsel liegt. Es kostet einen geringen Eintritt. Was Butrint zu bieten hat, ist sehr beeindruckend. Es ist eine Reise durch mehrere Geschichtsepochen, angefangen weit vor unserer Zeitrechnung bis hin zum 14. Jahrhundert.

Man sieht u.a. Ausgrabungen, wie das antike Theater, das römische Thermalbad, eine Taufkapelle, die Akropolis und die venezianische Burg. Nach gut 2,5 Stunden waren wir K.O. und sind voll mit den Eindrücken am Camper-Auto angekommen. 

Wir hatten das Auto im Schatten neben der Gaststätte geparkt. Und auch unsere Sweety haben wir bei geöffneten Fenstern im Camper gelassen. Alles war in Ordnung, als wir zurück kamen. Wir hatten einfach Vertrauen..... Anschließend haben wir uns dann gegrillte Kalamaris servieren lassen und gestärkt ging's wieder zurück zu unserem Stellplatz von heute früh. Dieses Mal waren es nur die drei kurzen Kilometer auf der SH 81 nach Ksamil zurück. Mit frischem Obst und Gemüse haben wir uns unterwegs am Stand an der Straße versorgt und lassen jetzt den Tag mit einem Bad im Meer und einem gemütlichen Beisammensein mit unseren Wiener Nachbarn ausklingen.

Über das supertolle Wetter schreibt man kaum noch. Wir sind schon verwöhnt ...toi, toi, toi! Und dann der Blick auf die Insel Korfu von diesem Platz aus! Die Fähren und Kreuzfahrschiffe können wir auch vorbei fahren sehen. Man kommt sich vor, als sei man in der Karibik.


Diese Schildkröten laufen einfach auf der Straße spazieren.

Dienstag, 29.5.

Der eine plant grob die Route und der andere übernimmt die Feinarbeit, aber was nützt es, wir werfen heute alles über Bord.

Es ist ein Faultag angesagt und wir genießen einfach nur die Sonne und das Meer auf diesem tollen Stellplatz.Unsere Wiener Camper Nachbarn sind weitergefahren und ein anderes Fahrzeug steht neben uns. Ansonsten ist alles leer. Es wird geputzt und aufgehübscht für den bevorstehenden Saisonbeginn. Beim Einkauf in Ksamil wird man freundlich, jedoch zurückhaltend bedient, was uns sehr gefällt. Es ist ein aufstrebender Badeort  mit vielen Hotels und Pensionen und es herrscht ein reges Treiben in den Bars und an den Marktständen.

Müllberge gibt es hier im Ort keine, überall stehen Tonnen, auch in den Dörfern, die wir durchgefahren sind.  Wir sind gespannt, was uns in anderen Gegenden erwartet. 

Straßen-Hunde .... das ist und bleibt ein Thema, das einem das Herz zerreißt. Die Achtung vor der Schöpfung ist eine andere, als in unseren Breiten. Gestern gab es ein Erlebnis, das mich nachhaltig bewegt hat.

Das, was wir landschaftlich bisher gesehen haben, ist wunderschön. 

Ein Wermutstropfen bleibt dann leider hängen, wenn man den Umgang mit den Tieren sieht. Manchmal ist es nicht nur der Hunger der Hunde, sie möchten auch Streicheleinheiten und Liebe haben. Ein trauriges Thema, das sich kaum ändern wird.


Der traumhafte Ausblick vom Stellplatz:

Nun steht die Planung und morgen früh werden wir diesen Platz verlassen. Diese zwei Tage hier in Ksamil waren zum "Sortieren der Gedanken" gut und wir lassen den Tag mit einem letzten Blick aufs Meer ausklingen.

Mittwoch, 30.5.

Recht früh sind wir in Richtung Gjirokaster losgefahren. Es war schon sehr warm und wir wollen zuerst zur Syri i Kälter - "Blue Eye", einer idyllisch gelegenen Karstquelle,  die sich vor dem Muzines-Pass an der SH99 befindet. Diese Quelle ist ein beliebtes Ausflugsziel im wahrsten Sinne!

Zwei Busse mit Schulkindern kamen zum gleichen Augenblick an und es war ein ganz schöner Trubel. Doch es hat uns trotzdem dort sehr gut gefallen, denn diese Quelle hat ihren Reiz. Das glasklare, türkisgrüne Wasser sprudelt mit konstant 12 Grad aus der Tiefe. Das kann man gut über eine Aussichtsplattform bewundern. Die Quelle wurde bis 50m Tiefe erforscht und gehört zu einem Fluss-System mit 18 Quellen. Überall sprudelt es und der wilde Bach leuchtet ebenso türkis, bevor er in einen Seerosenteich mündet. Das alles befindet sich in einem urwaldähnlichen, üppigen Wald und steht unter Naturschutz. Nette Gaststätten an den rauschenden Quellen laden zum Verweilen ein und das haben wir auch getan.


Das Thermometer zeigt im Camper über 30 Grad und wir fahren mit der Klimaanlage über den Muzine Pass weiter nach Gjirokaster. Diese eindrucksvolle Stadt, die in einem Tal liegt und eine große geschichtliche Bedeutung in Albanien hat, sehen wir uns an. Man nennt sie "Stadt der Steine", weil die Häuser aus grauen Steinen mit Schieferdächern erbaut wurde. Mit dieser Bauweise konnte man die Temperatur im Sommer niedrig halten. Eine gewaltige Festungsanlage trohnt oben auf dem Hügel. Nachdem die Sonne durch Wolken verdeckt war, haben wir es mit Sweety gewagt, die Burg zu besichtigen. Es ist viel restauriert und in der historischen Altstadt kann man sehr schön bummeln.

Nach diesem "Besichtigungstag" freuen wir uns auf den Camping in 2km Entfernung von der Stadt.

N  40, 6', 6"    E  20, 9', 2"

Hier gibt's auch ein gutes Restaurant und man kann ver- und entsorgen.

Inzwischen gab es ein kleines Gewitter und es ist etwas frische Luft im Camper zum Schlafen.

Donnerstag, 31.5. - Freitag, 1.6.

Es geht weiter in Richtung Norden & Osten. Unser Ziel ist die Schlucht von Këlcyrë und im weiteren Verlauf die schwefelhaltigen Bade-Quellen in der Benja&Lengarica-Schlucht.

Dazu fahren wir die Strecke über Tepelenë-Këlcyrë-Përmet-Leskovik (SH75). 

Wenn man die Ebene um Gjirokastër verlässt, gelangt man in das schöne bergige Umland von Tepelenë. In der Stadt haben wir etwas gebummelt und uns über die vielen Cafés gewundert, die ausschließlich von Männern besucht waren. Im Verlauf der Fahrt kommt man an zahlreichen Quellen, die aus dem Berg sprudeln, vorbei. Dort haben wir das gesamte Wasser in unseren Behältern ausgetauscht, denn es ist ein berühmtes Mineralwasser, welches sogar in die USA verkauft wird. Von hier aus geht's über eine alte Eisenbrücke aus dem 2.Weltkrieg weiter und man gelangt in die "Schlucht" von Këlcyrë. Nun geht es wunderschön durch eine 12 km lange Talenge, begleitet von ca. 1000 Meter hohen Bergzügen und dem Verlauf des Flusses "Vjosa". Über mehrere Wasserfälle sind zwei Ausflugslokale gebaut und wir wollten gerne etwas verspeisen, aber leider gab es noch nichts, außer Getränke. Es war erst kurz nach 11.00 Uhr und so ging es gemütlich weiter. Die Straßen waren geteert und auch ohne Löcher. Nach dieser landschaftlich reizvollen Fahrt freuen wir uns nun auf den nächsten Abschnitt, der uns dann bis zur Lengarica-Schlucht führen wird.


Während der Reise gibt es so viele Erlebnisse, die man manchmal nicht in Bilder festhalten kann. Es sind oft berührende Szenen, z.B. das Winken der Leute und das freundliche Grüßen, das Lächeln oder die Hilfsbereitschaft, alles das kann man nicht fotografieren.   

Jetzt geht's weiter zu unserem eigentlichen Ziel, die Thermal-Schwefelquellen in der Benja-Lengarica-Schlucht. Die Straße ist gut und wir genießen die Fahrt. Dann erreichen wir die Schlucht und sehen die alte osmanische Steinbogenbrücke, den Fluss Viosa und die "rauchende" als Becken gemauerte Quelle. Trotz Gewitter steigen wir ins Wasser hinein. Ein tolles Erlebnis! Die Nacht verbringen wir mit noch einem Camper aus Ratzeburg alleine auf diesem Platz. 

Sie ist faszinierend, diese Landschaft ...... der Blick auf das Gebirge ......diese Ursprünglichkeit! Am anderen Morgen strahlt der Himmel. Wir gehen dreimal in die 25 Grad warme Quelle mit Blick auf das Gebirge und genießen den ganzen langen Tag. Zwei Kastenwagen gesellen sich zu uns und man macht einen Plausch über das schöne Albanien!  

In die Schlucht wollten wir eigentlich ein Stückchen hinein wandern, doch durch das Gewitter führt der Fluss zu viel Wasser. Von oben ist der Blick jedoch auch sehr schön.

Am späten Nachmittag beschließen wir, die Fahrt fortzusetzen und zwar nur ein kleines Stück mit einem tollen Panorama bis Leskovik. Dort haben wir sehr gut geschlafen. Übernachtungs-Platz für ein Womo: 40° 9' 10" N   20° 37' 13" E

Aber auch am anderen Morgen an der Strecke nach Ersekë in Richtung  KORCE haben wir einige Plätze zum Übernachten gesehen, sogar zwei Camping, einer links: "Farma Sotira" und ein anderer kleiner etwas später rechts.

Das Müllproblem haben wir nun auch wahr genommen. Es gibt Container, die zu selten abgefahren werden und dann überlaufen. Zum anderen ist in den Köpfen der Leute das Bewusstsein noch nicht vorhanden, den Müll nicht einfach mal so aus dem Auto zu werfen oder an Rastplätzen wieder mitzunehmen. Oft existieren illegale Müllplätze.

Nur in den Orten wird gefegt und entsorgt.

Ja, und die fahrbaren Untersätze sind in aller Regel Mercedes. Ob alt oder neu, egal, gefahren wird alles und "auf Teufel komm heraus".Die ganze Familie ist Besitzer dieser manchmal sogar recht neuen Autos. 

Ohne Handy funktioniert hier in Albanien nichts, ob alt oder jung, jeder hat eins und telefoniert im Gehen und Stehen - auch im Auto. Das Netz ist so gut ausgebaut, das ich sogar in den Bergen Internet habe.

Samstag, 2.6.

Route heute: Leskovik - Ersekë - (Abstecher Vithkuq) - Korce (SH 75)

Wir werden während unseres Frühstücks im Camper (bei offener Tür mit Sonnenschein) von den vorüberfahrenden Autos mit kurzer Hupe begrüßt. Die Bauern, die mit den Tieren vorbeikommen, fragen, woher wir kommen. 

"Aus Deutschland" - "super" ist die Antwort. 

Dann starten wir unsere längere Tour. Nicht die Kilometer sind es heute, sondern die zum Teil schlechte Piste. Entschleunigung pur. Man kann die Landschaft trotz der Serpentinen genießen.Im Durchschnitt fahren wir ca. 20 km/h. Erst ein paar Kilometer vor Korce hat die Straße einen neuen Belag. Die Landschaft bis Ersekë ist sehr schön, bergige Wälder und Täler mit Seen wechseln sich ab.Wir erreichen bewachsene Hochflächen und überqueren den 1200m hohen Pass. Es ist eine  optisch ansprechende Route. Sehr schön und wir machen Halt für einige Foto-Stopps.  In Ersekë angekommen, kaufen wir einige Lebensmittel in den "Tante Emma Lädchen". Es herrscht ein reges Treiben auf den Straßen und Plätzen und wir genießen das Flair beim Mittagessen mit einem anschl.Käffchen. Man kommt ins Gespräch. Erst mit den Kindern, die Sweety streicheln wollen und dann mit den Leuten. Mal auf Russisch oder ein paar Brocken Englisch oder mit Handzeichen. Es geht auch mit einem Lächeln. Man ist mitten drin im quirligen Geschehen. Wir erfahren, das diese Gegend im zweiten Weltkrieg ein Gebiet der Partisanen war.

In Serpentinen fahren wir einen kurzen Abstecher nach Vithkuq hoch. Das ist ein kleines Bergdorf, in dem man sich das ursprüngliche Leben lt. Reiseführer vorstellen soll. Wir haben aber wenig ursprüngliches entdecken können.  Andere Dörfer haben uns mehr angesprochen. Es soll dort traditionelles Handwerk angeboten werden, doch wir konnten es leider nicht entdecken.

Was uns aber sehr gefallen hat, war die dreischiffige Basilika mit einem 12-säuligen Wandelgang aus der Erbauungszeit zwischen 1682 und 1728. Sie ist eine der größten ihrer Art in Albanien. Einige Außenfresken sind bis heute erhalten geblieben. In den Innenbereich konnten wir leider nicht, da alles verschlossen war.

Nach diesem Abstecher haben wir unsere Fahrt nach Korca fortgesetzt. Unser Navi schickte uns quer durch die Altstadt (erster Eindruck recht nett) und wir mussten uns den Hausberg "hochschrauben". Nun stehen wir hier oben mit einem fantastischen Blick auf die Stadt, die wir uns morgen als Highlight ansehen wollen.

Sonntag, 3.6

Das ist der traumhafte Blick auf die Stadt Korca. Von unserem Übernachtungs-Stellplatz am Ausflugslokal haben wir diese Aufnahme gemacht. Die anderen zwei Fotos sind direkt vom Übernachtungsplatz.

Wir sind recht früh auf den Beinen. Ganz gut so, denn viele Sonntags-Läufer- und Läuferinnen finden sich auf unserem 500 m hohen "Berg" ein. Es ist ein malerischer Ausflugsort mit dem schönsten Blick über Korca.

Korca liegt ca. 900 Meter über dem Meeresspiegel inmitten etlicher hoher Gebirgszüge und hat 50 000 Einwohner.

Die Stadt hat uns total begeistert, denn sie verfügt über ein sehr ansprechendes Stadtbild mit vielen Grünflächen, mit Bäumen gesäumte Boulevards, Kirchen und Denkmälern. Man erkennt an den vielen alten zum Teil sehr schön restaurierten Gebäuden den französischen und griechischen Einfluss. Die eigentliche Altstadt mit den Kopfsteinpflastergassen hat es uns besonders angetan. Ja, in dieser Stadt pulsiert das Leben, gerade heute am Sonntag waren Jung und Alt auf den Beinen. Wir haben es wirklich genossen, solange bis uns nach Stunden die Füße weh taten. Einen Parkplatz fanden wir gleich in der Straße an der großen Brauerei.

Übrigens wie bisher immer in Albanien: ohne Parkgebühren. Es lag nirgends Abfall umher, überall waren Abfallbehälter angebracht. Vielleicht ein Anfang!

Kleine Episode: Ein ca. zehnjähriger Junge warf vor unseren Augen seine Plastetüte einfach so auf den Boden. Ich machte ihn darauf aufmerksam, er erschrak, tat so, als verstünde er nichts. Wir gingen dann weiter und zwei Minuten später stand er neben uns und zeigte, wie er die Tüte in den Behälter warf. Dann wollte er Sweety streicheln, quasi als Gegenleistung.

Jetzt sind es nur noch ca. 50 Kilometer bis zum Ohrid-See. Er liegt im Dreiländerdreieck Albanien, Mazedonien und Griechenland und ist umgeben von grünen Hügeln und Gebirgszügen. Der See ist einer der größten der Balkanhalbinsel und einer der ältesten der Welt mit ca. 3 Millionen Jahren! In diesem See haben wir nun gebadet. Auch Sweety hat ein Bad genommen. Leider haben sich ein paar kleine dünne Schlangen vor unseren Füßen im Wasser getummelt und gesonnt. Sie schwimmen aber gleich mit einem kleinen Fisch im Maul weg, wenn man ins Wasser geht.  

Der Platz, auf dem wir stehen, heißt: Erlin-Beach-Camping und ist ein kleines Schmuckstück. Er befindet sich ganz oben auf der Halbinsel Lin an der mazedonischen Grenze und ist mit sehr viel Liebe angelegt. Die vorherigen Plätze liegen fast alle zu nah an der neu gebauten Straße und sagten uns nicht zu. Jetzt werden wir die Zeit wieder zum Entspannen und Gedanken sortieren nutzen und die weitere Feinplanung in Angriff nehmen.

Montag, 4.6.

Wenn man die Sonne genießt und faulenzt, gibt es kaum etwas interessantes zu berichten. Aber trotzdem war heute viel Abwechslung angesagt. Wir spazierten mit Sweety nicht ganz bis zum Dorf Lin. Zurück am Camping meldeten wir uns anschließend im Fischlokal zum Mittagessen an (unter einem roten Sonnenschirm), das einen einzigartigen Blick über den See hat.

Wir haben sooooo gut und soooo viel gegessen, dass das Abendbrot ausgefallen ist.

Ohne den Raki als "Nachtisch" ......nur gut, dass wir uns für mittags entschieden haben!  

Na, jedenfalls wurde die Forelle sehr geschmackvoll mit Gemüse und  v i e l  Knoblauch im Ofen gegart, so gut, wie wir noch keine gegessen haben!!! Die vielen Beilagen bzw. Vorspeisen waren ebenso köstlich und hätten schon ausgereicht, um satt zu werden. Wir waren die einzigen Gäste und fühlten uns auch so auf den Logenplätzen!

Den Rest des Tages haben wir liegend am Wasser verbracht.

Der Camping-Platz hat sich nachmittags etwas gefüllt. Heute früh waren wir noch alleine. Ein paar nette Gespräche über verschiedene Reiseziele finden immer mal statt, wenn man sich trifft. Es gibt viele Langzeitreisende in unserem Alter. Wir sind für jeden Tipp dankbar, gerade hier in Albanien. Der Tag geht ruhig zu Ende und morgen werden wir dann weiterrollen. Unser Ziel ist die Stadt Berat.

Wir verabschieden uns vom Ohrid-See
Wir verabschieden uns vom Ohrid-See

Dienstag, 5.6.

Was für einen Luxus haben wir heute und können es kaum glauben, nachdem wir in Berat angekommen sind!

Aber erst einmal etwas über die Fahrt hierher:

Verspätet sind wir abgefahren, weil wir zu lange gequatscht haben beim Verabschieden mit den "Weltenbummlern" uns gegenüber auf dem Platz am Ohrid-See. Die Fahrt führte uns zuerst nach Elbasan und bei einem Stopp in der Stadt haben wir uns das "Treiben" dort angeschaut. Es sind überall Marktstände in der Stadt. Unsere Vorräte waren aufgebraucht und weil frisches Obst und Gemüse angeboten wurde, haben wir zugeschlagen. Es wird in dieser Region - die Drumjea - ein Großteil an Gemüse, Obst und Getreide Albaniens angebaut. Das Drumjea-Seenplateau und Hügelland mit den 400m hohen Hügeln und den Karstseen haben wir ganz gemütlich durchfahren, bevor wir am Abend in Berat eintrudelten.

Aber zuvor sind wir an einer der zahlreichen "Autowaschanlagen" rangefahren. Kilometer um kilometer standen die jungen Männer in den vielen Waschanlagen der Straße entlang und boten ihre Dienste an. Vor zwei Jahren kostete es dort noch 3,00 Euro, jetzt 6.00 Euro. Aber ruck, zuck war das Auto eingeschäumt und vier Jungs putzten es blitzblank!!

Elbasan ist auch eine Stadt, deren Sehenswürdigkeiten man besichtigen sollte. Es ist aber auch eine Stadt mit einem Treiben, wie auf einem Basar. Unser Thermometer zeigte im Auto über 40 Grad, deshalb haben wir nur etwas eingekauft und das Treiben mit einem Eis auf einer Park-Bank im Schatten auf uns wirken lassen. Unterwegs war es mit der Klima-Anlage dann erträglicher. Sogar die Schafe hielten ihren Mittagsschlaf mitten auf der Straße. Edwin musste beim Fahren diesmal sehr aufpassen, denn wie aus heiterem Himmel taten sich auf der Straße "Abgründe" auf. Aber im allgemeinen war die Straße aber ganz OK.

Eigentlich hatten wir den Berat-Camping, der zwölf km von Berat entfernt ist, ausgesucht. Aber dann steuerten wir einen Stellplatz direkt in der Stadt an. Den wollte unser Navi jedoch nicht kennen. Plötzlich beim Wenden stand Niko, ein Einwohner Berats vor uns. Er machte uns verständlich, daß wir in seinem Garten mit unserem Camper stehen können. Er betreibt ein Gästehaus und nebenbei einen kleinen privaten Campingplatz  (N 40, 41', 56"  E 19, 57', 26") auf seinem grünen Rasen! Wir fuhren durch das Tor und wurden gleich mit einem Kaffee begrüßt. Außer uns waren ein Pärchen aus Belgien, ein Engländer und ein Paar aus Italien in seiner Pension, also "Ein Weltenbummlertreff"! Aber wir sind die einzigen Camper und haben ein "Bad-Häuschen" auf dem Grundstück für uns ganz alleine! Strom, WIFI, Dusche, Wasser, alles vorhanden= 12,00 Euro.

Nach einer netten Unterhaltung mit allen Urlaubern (die junge Frau aus Belgien ist eigentlich aus Albanien, spricht aber perfekt französisch und englisch, ihr Freund spricht deutsch) haben wir uns "eingerichtet". Zum Abendbrot gab es ein paar Steaks mit viel Salat, die wir draußen in der Pfanne gebraten haben. Denn trotz der Hitze hat man Hunger!

Und morgen werden wir uns die Unesco-Weltkulturerbe-Stadt der "Tausend Fenster" ansehen, die man von hier aus bequem zu Fuß erreicht.

Mittwoch, 6.6.

Wir haben sehr gut geschlafen und haben uns gegen neun Uhr zum Erkundungstrip durch Berat auf den Weg gemacht. Die "Stadt der tausend Fenster" ist quasi um die Ecke und wir haben uns einfach treiben lassen. Wieder wurde es von Stunde zu Stunde wärmer und auch schwül, deshalb sind wir zuerst durch die zwei unteren Altstadtsiedlungen geschlendert. Berat ist in drei Altstadtsiedlungen eingeteilt. "Die Ursprüngliche" - Kalaja - befindet sich innerhalb von Burgmauern auf dem Hügel weit hoch oben. Darunter liegt Mangalem, "die am Fuße erbaute". Sie ist das heutige Zentrum und der muslimische Teil. Und der dritte christliche Stadtteil - Gorica - ist in den Fels gebaut und liegt gegenüber.

Die beiden letztgenannten Stadtteile haben wir uns angesehen. Viele der alten steinernen Häuschen in den verwinkelten Kopfsteinpflastergässchen sind oder werden liebevoll restauriert und die Mehrzahl ist bewohnt. Die sehenswerten Häuser am Hang, eng aneinander gereiht, sind mit ihrer typisch osmanischen Bauweise wunderschön anzusehen. Es ist ein eigenwilliger Baustiel und da diese Stadt 1961 bereits schon zur Museumsstadt erklärt wurde, ist alles noch so, wie es war.

Beim Schlendern kamen wir am Ethnografischen Museum vorbei und weil der Besuch ein so tolles Erlebnis war, möchte ich ihn erwähnen. Es ist ein typisches zweistöckiges  Gebäude, innen original wie zur osmanischen Zeit nachgebildet, z.B. mit Wohn-, Schlaf-, Essen- und Handwerksräumen. Für uns waren die Innenräume sehr interessant, weil die Ausstattung gemütlich wirkte und man sich das damalige Leben in den etwas höher gestellten Kreisen gut vorstellen konnte.

Kajala, oben auf dem Berg hätten wir uns sehr gerne angesehen, aber bei der Hize zu Fuß mit Sweety ......? Die schmale Kopfsteinpflasterstraße, die man sonst auch hochfahren kann, war  leider wegen Baumaßnahmen gesperrt. Vielleicht beim nächsten Mal!

Das Laufen auf dem Kopfsteinpflaster in der Hitze war nicht nur für uns anstrengend, auch Sweety war froh unterm Tisch im Schatten zu liegen, als wir uns ein leichtes Mittagessen bestellten. Gegen 14.00 waren wir am Womo und es kam plötzlich Gewitter auf. Den restlichen Tag hat jeder von uns die Eindrücke verarbeitet. Zum späten Nachmittag kamen zwei "Motorräder aus Italien" und "zwei Brüder aus Süddeutschland", die sich hier bei Niko einquartieren. Es wurde bei einem Käffchen ( von Niko spendiert) nett geplaudert und wir bekamen ein paar Tipps, was es noch sehenswertes im Land gibt. Morgen werden wir dann weiterfahren. Das Duschhäuschen werden wir vermissen.Man weiß nie, wo man landet.Wenn's so heiß bleibt, ist eine Dusche etwas wert.

Donnerstag, 7.6.

Und wieder beginnt der neue Tag mit Sonnenschein, aber nicht nur das, es wird heiß, das spürt man. Wir haben heute den OSUM-CANYON auf dem Plan. Nach dem Frühstück gibt's eine herzliche Verabschiedung und dann gegen 9.00 Uhr rollen wir die SH 72 von Berat in Richtung COROVODË. Diese Straße wird als sehr reizvoll beschrieben und führt uns über fünfzig Kilometer immer am Fluss Osum entlang. Es ist tatsächlich eine sehr schöne Strecke, die von Nadel- und Mischwäldern begleitet wird. Viele ursprüngliche Dörfer liegen am Weg und immer wieder winken uns die Bewohner beim Vorbeifahren zu. Das ist so berührend, weil es uns eigentlich fremd ist. Wir winken immer herzlich zurück. Oft springe ich aus dem Auto und mache ein schnelles Foto, wenn die Tiere am Straßenrand gehütet werden. Und im Hintergrund erhebt sich das Gebirge. Die Gipfel sind 2500m hoch. Im Tal wird Gemüse, Wein, Getreide und vieles mehr angebaut.

In COROVODË fahren wir geführt vom Navi durch den verwinkelten Ort und einen Augenblick später kann man dieses grandiose Naturwunder schon sehen. Der Canyon ist über 15 km lang und hat eine bis zu 100 Meter tiefe Schlucht. Er ist schon spektakulär und eine echte Naturbesonderheit.

Man kann ihn an zwei dafür vorgesehenen (gebauten) Aussichtsplattformen bewundern, aber er ist auch von vielen anderen Stellen am Verlauf der Straße zu gut einzusehen.

Eigentlich hatten wir gedacht, dort am Wasser ein Übernachtungsplätzchen zu finden, aber weil die Straße erneuert wurde, lagen auf einigen in Frage kommenden Stellplätzen noch Bauschutt. Wir standen etwas erhöht am Wasser und machten drei Stunden "siesta" mit Mittag und Kaffee und einem Nickerchen bei 34 Grad! NICHTS GING MEHR!

Gegen 16.00 Uhr sind wir dann wieder zurückgefahren und haben das Panorama noch einmal von der anderen Seite genossen. Zum Abendbrot trudelten wir dann auf dem sehr schönen "BERAT CARAVAN CAMPING" (12 km von Berat entfernt) ein. 

Lange sitzen wir draußen, beobachten die "glühenden" Würmchen und genießen den warmen Sommerabend. Sogar mal ohne Mücken. Denen ist es bestimmt auch zu heiß. Hier auf dem Platz sind mindestens zwölf Womos, aber es ist total ruhig. Man hört nur die Grillen zirpen.

Gute Nacht!

Freitag, 8.6.

Eine leichte Brise weht durch alle geöffneten Fenster und durch die Tür. Wunderbar, denn der Sonnenplanet meint es wieder ausgesprochen gut mit uns. Zum Frühstück sitzen wir schon im Schatten und beschließen: Wir bleiben heute hier auf dem Campingplatz.

Die Sweety liegt unter dem Camper, da wo der leichte Wind weht und rührt sich kaum. Zweimal haben wir ihr Fell mit einem Kanister Wasser übergossen. Sie hat sich nicht mal geschüttelt, also tat es ihr gut. Das war die beste Entscheidung, denn mittlerweile zeigt das Thermometer 38 Grad um 14.30 Uhr. Auch wir bewegen uns nur, wenn es um's Essen und Trinken geht und planen ein wenig die Routen für die kommenden Tage im Sitzen. Die Betreiber vom Camping haben uns ( nur noch 3 Womos) jeweils ein Eis und ein Eiskaffee spendiert. Sie haben die Hecke geschnitten und als Entschädigung für's Krachmachen gab's die Leckerei.

Der Platz ist zu empfehlen. Er ist quadratisch angelegt und es ist alles tipp-topp, das Personal ist freundlich und sehr bemüht.

Was für Zufälle es doch gibt. Da sind soeben die Autoren vom Wohnmobilführer "HOBO-TEAM" mit mehreren "Offroad-Fahrzeugen" hier auf dem Platz eingetrudelt. 

Sie bieten Touren an und zwar für diejenigen, die das Land auch abseits der normalen Straßen, also auf den unbefestigten zeitraubenden Pisten, entdecken wollen. 

Wir sagen "Hallo" und weil das Womo - Buch auf unserem Tisch liegt, wechselt man noch ein paar nette Worte über Albanien. Ja, die Welt ist klein.

Sie wollen morgen alle den Osum-Canyon ansteuern.

Das ist der Eingangsbereich und das schöne Gartenrestaurant vom Camping und weil bei uns heute die Küche kalt blieb, werden wir uns am Abend vom Koch verwöhnen lassen.

Die Nacht hat's geregnet und die Temperaturen sind auf 25 Grad gefallen. Gut so, nun kann man wieder atmen.

Sonnabend, 9.6.

Das war heute ein anstrengender Tag. Eigentlich verlief die Fahrt von Berat in Richtung Durrës recht zügig. 

Als erstes wollten wir uns auf dem Weg dorthin die Festung Bashtova, die oberhalb der Karavasta-Lagune liegt, ansehen. Aber erstens kommt es anders.....

Wir sind etwas zu spät von der SH 4 abgefahren und waren der Meinung mit guter Karte und NAVI müßte es kein Poblem sein, zur Festung zu kommen. Aber das war falsch gedacht, denn das Navi führte uns über Feldwege und kleinste Straßen, die im nirgendwo endeten. So sahen wir auf diese Weise auch mal die kleinen typischen Bauerndörfer und fuhren durch eine sanfthügelige und landwirtschaftlich geprägte Gegend. Irgendwann standen wir in den Dünen und sahen das Meer! Es war brausend und tosend, fast wie die Nordsee, nur das Wasser war wunderbar warm. Der sehr lange Strand ist unberührt ohne Tourismus. Was uns allerdings sehr schockiert hat, war der teilweise unter dem Sand eingewehte Plastikmüll. (Über Jahre!)

Das Meer bringt alles wieder zu Tage, was man versucht durch "Ertränken" zu entsorgen. Ein wenig tröstlich stimmte uns ein großes Ankündigungsschild, auf dem Bilder von Maschinen zu sehen sind. Man beginnt den Müll von diesem 5 km langen unbewirtschafteten Strandabschnitt zu beseitigen. Solch ein toller einsamer Strand! Wir wollten uns am Wellenrauschen erfreuen und nicht den Müll vor Augen haben. Es gelingt aber kaum, weil man rätselt, wie und wo der Plastik-Müll entsorgt wird, der hier "begraben" liegt.

Von dort sind wir dann an den Strand von Spille gefahren. Das ist ein sauberer Küstenabschnitt und eine Alternative zu den Badeorten rund um die Bucht von Durrës. Er befindet sich ca. 30 km südlich.

Eine Abkühlung bringt doch tatsächlich etwas, denn wir fanden im Anschluss die Festung!  

Sie ist eine Ruine, wurde im 15. Jahrhundert erbaut und heute wird sie als Austragungsort für Konzerte ect. genutzt. Der Innenhof ist 90 x 60 Meter groß.

Von dort ging es noch einmal zum Meer zum Abbaden und dann haben wir uns auf den Weg zu unserem Camping gemacht. Unterwegs trifft man immer und überall auf Vierbeiner.  Wieder war es eine Schildkröte, die zum Wasserloch krabbelte. Und dann diese Schlaglöcher in den Straßen, die sich nicht ankündigen. Der Straßenbelag hört auf einmal auf und nach einem Kilometer beginnt er wieder. Total verrückt! Dieses Mal sahen wir eine ganze Bunkeranlage aus der Diktaturzeit, einzelne kleine Bunker stehen verstreut im ganzen Land. 

Jetzt sind wir in der Nähe von Durrës - in Golem auf dem Stell/ Camping Mali i Robit, der sich eigentlich schön schattig hinter einem Hotel mit Restaurant befindet, Preis: 12,00 Euro, WLAN, Wasser, WC, Strand, fünf bis sechs Stellplätze.

N 41, 13', 59",  E 19, 31', 02'' 

Weil es schon spät ist und wir keine Lust haben ins Lokal zu gehen, hat man uns freundlicherweise die Bestellung (Nudeln mit Beilage) ins Womo gebracht. Nun kann der Tag ausklingen.

Sonntag, 10.6.

Unter hohen Kiefern mit einem guten Frühstück beginnt der Tag. Nachdem alles reisefertig ist, verabschieden wir uns von unseren Nachbarn, die aus Hamburg kommen und verquatschen fast die Abfahrt. Sie kennen das Ueckermünder Haff und sogar Altwarp. Die Welt ist klein!

Wir schauen noch am Meer vorbei, es ist 200 m entfernt und dann steuern wir unser Ziel, die mittelalterliche Stadt Kruja, an.

Die Stadt Kruja liegt malerisch auf halber Höhe eines 1200 Meter hohen Bergmassivs und ist zwanzig Kilometer von Tirana entfernt. Sie ist ein Highlight und wir wollen uns dieses mittelalterlich geprägte Städtchen heute ansehen. Dazu fahren wir bis ganz auf den Hügel bis zum Parkplatz des Hotels Panorama (ein Parkplatz der das erste mal gebührenpflichtig ist). Von dort schlendern wir zur Burg und kommen an zahlreichen Verkaufsständen mit traditionellen Dingen vorbei. Die Wurzeln der Stadt gehen auf das 3. Jh.v.Chr. zurück und die Festung ist eine Art Nationalheiligtum. Dort befindet sich in dem wuchtigen Gebäude das Skanderberg Museum. Die Besichtigung haben wir aber ausgelassen, weil wir uns lieber die Ausstellung über das Leben in der osmanischen Zeit im Ethnografischen Museum angesehen haben. Es ist wirklich ein sehr schönes und informatives Museum und der Eintritt mit 300 Lek, rund 2,00 Euro, keine Frage.

Solch ein Besuch macht hungrig und es hat uns wieder sehr gut geschmeckt. Inzwischen ist es sehr voll geworden. Um den Kaffee zu genießen, rollen wir weiter. Etwas abseits in Richtung unseres morgigen Ziels haben wir Rast an einer Kirche mit vorgelagerten Platz gemacht. Dort wohnt eine Familie und die junge Frau brachte uns eine Schüssel Pflaumen zur Begrüßung aus ihrem Garten, als sie uns sah. Was es für ein Priester ist, der auch dort war, wissen wir nicht. Jedenfalls bot er uns auch noch frisches Kaffeewasser für unsere Kanister an. Dafür fotografierte die Familie den kleinen Sohn mehrmals zusammen mit Sweety. 

Ja, das ist die sprichwörtliche Gastfreundschaft, die wir hier überall vorfinden.

Wir fahren weiter zum Übernachtungsplatz.


Nun stehen wir an einem Garten-Ausflugslokal in Mjedëy, das recht hübsch ist. Es wird hier ein Stell- bzw. Übernachtungsplatz angeboten : N 42, 00',29", E 19, 35', 49" an der SH 5 nahe Shkoder. 

Morgen werden wir in die nordalbanische Bergregion eintauchen! Die Temperaturen bewegen sich nahe der 30 Grad, in den Bergen wird es sicher kühler sein.

Anmerkung: 

Gut, das wir satt waren, ich hätte keinen Bissen runter bekommen, denn in dem Garten-Lokal leben zwei hinter Gittern eingesperrte Braunbären zur Belustigung der Ausflügler. www.komplexi-dea.com, Komplexi-touristik.

Woher sie kommen und warum sie hier leben.....? Was kann ich tun? Mir wird schon was einfallen. Es gibt in Mecklenburg einen Bärenpark für befreite Tiere. Vielleicht erzähle ich dort dieses Erlebnis.


Montag, 11.6.

Heute früh um halbneun sind es schon 29 Grad und wir werden jetzt aufbrechen, um uns in dieser Woche das Gebirge rund um das VALBONA-TAL anzuschauen. Für die Hinfahrt wählen wir die landschaftlich reizvolle Strecke ab Shkoder-Pukë auf der SH 5 und weiter bis zur Abfahrt nach Fierzë.

Bis dort wollen wir heute fahren und uns dann später in Fierze kurz die Verladung der Fahrzeuge auf die Fähre nach Koman ansehen. Mit dieser Fähre werden wir über den Komanstausee und den DRIN zurück nach Koman fahren.  

Aber zuerst schauen wir uns das Valbona-Tal an. Auch, um mit Sweety zu wandern, das haben wir uns  vorgenommen.

Das ist unser Plan!

Manchmal ist das Navi schlau und der Plan für den Tag geht nicht auf. 

Wir haben den Zielort Fierzë eingegeben und sind gestartet. Unterwegs in Pukë legten wir zum Einkaufen und Mittagessen einen längeren Stopp ein und dann ging es auf guter Straße weiter. Eine wunderbare Bergwelt ..... einige Male bin ich rausgehüpft, um das Gesehene in Bilder einzufangen.

Das Navi sagte: "Fahren Sie links!"  -  und wir fuhren links ab. Das dieses Navi uns aber eine Abfahrt zu früh nach Fierzë schickte, haben wir erst gemerkt, als wir im Dorf Ballë ankamen und die Straße für uns im Schotter endete. Für ein 4 x 4- Fahrzeug wäre die Weiterfahrt auf diesen Pisten ein leichtes, aber das wusste ja unser Navi nicht. Inzwischen waren wir zwei gute Fahrstunden auf dieser neuen und schmalen Gebirgsstraße unterwegs. Hatten uns viel Zeit mit Kaffeestopp gelassen und jetzt hieß es: Zurück fahren bis zur richtigen Abfahrt auf die S 22. Aber unser Motto ist ja: "Der Weg ist das Ziel"! Und der Weg war traumhaft.

 

Das, was wir auf der falschen Piste gesehen haben. Hier ein paar Bilder.

Zurück geht's immer schneller und so kamen wir zeitlich noch gut am Abzweig an und rollten bis nach XATHË (Xath), wo wir auf einer kleinen Almwiese übernachten werden.

Zuvor haben wir Unterwegs noch etwas eingekauft und ein wenig mit den Leuten gescherzt. Die Bilder entstehen meistens nach einem Plausch und einer höflichen Frage. Man freut sich darüber und läßt sich gerne fotografieren.

N 42, 8',10",   O 20, 9', 34",

Gerade eben hatten wir "Besuch" an unserem "Schlafplatz" hier auf der Alm.

 Ein paar Kinder kamen und brachten als Gastgeschenk einen großen Zweig mit Kirschen. Was für eine liebe Geste. Sie haben vorhin die Kühe gehütet und die Mutter arbeitete auf dem Feld. Das konnten wir von oben sehen.

Unterwegs trifft man immer auf viel Freundlichkeit und Gastfreundschaft. Man muss nur ein bißchen auf die Leute zugehen, dann ist das Eis gebrochen, auch wenn man die Sprache nicht spricht. Ein Lächeln reicht aus.

Wir stehen hier super ( eigentlich nicht schief, das Foto ist schief)und lassen den ereignisreichen Tag ausklingen.
Wir stehen hier super ( eigentlich nicht schief, das Foto ist schief)und lassen den ereignisreichen Tag ausklingen.

Dienstag, 12.6.

Man kann es kaum glauben, aber der Tag verspricht wieder einmal heiß zu werden. Wir machen uns auf den Weg ins Valbona-Tal  (S 22) und haben eine wunderschöne Aussicht auf das umliegende und schon recht hoch aufragene Alpenvorland. Die Straße ist schmal, an manchen Stellen weniger als vier Meter und sie schlängelt sich in Serpentinen  steil an den Hängen entlang. Bedingt durch den Gewitterregen liegen viele Felsbrocken direkt auf der Fahrbahn und oft ist der neue Belag bereits schon wieder stark beschädigt. Unser kleine Kastenwagen macht seine Sache gut. 

Wir können uns gar nicht satt sehen an dem türkisblauen Fluss und dem vor uns liegenden Stausee. Viele kleine Stopps legen wir ein, um die Landschaft ein wenig zu genießen und um einige Bilder zu machen. Das überaus freundliche Winken der Bewohner in den kleinen Bergdörfern berührt uns immer wieder und die Hand zum Gruß beim Begegnen der Fahrzeuge oben auf den Bergstraßen ist ein Muß.

In Fierzë schauen wir uns den Fähranleger an und treffen auf den "Ticket-Verkäufer". Er spricht gut deutsch, weil er jahrelang in Bonn gearbeitet hat. Wir könnten per SMS reservieren, machen wir aber nicht und ist auch nicht nötig, so unsere Erfahrung.

Dann stoppen wir in dem Hauptort Bajram Curri und kaufen Gemüse, Obst und Brot. Unser Thermometer zeigt im Auto über 40 Grad, obwohl es unter einem Baum steht. Kochen ist ausgeschlossen, selbst das Kaffeewasser .......schnell von gegenüber eine super tolle Pizza plus Kaffee und nichts wie weiter an das Wasser des Drin. 

Toll, wir sehen ein prima Plätzchen und rein in die eiskalten Fluten. Jetzt schmeckt der Kaffee im Schatten mit Flussrauschen. Da! Was ist das? Plötzlich von oben auf uns runterschauend .... Besuch hat sich  eingestellt! Drei überaus neugierige Pferde! Sie bekommen unser trocken gewordenes Brot.

Die Pferde und alles andere an Vierbeiner hat immer und überall Vorfahrt. Sie traben die Straße lang, als sei es ihre. Keiner hupt, alles wartet geduldig bis sie Platz machen.

Wir bleiben heute Abend hier an unserer "Flussbadewanne" und rollen morgen die letzten elf Kilomter bis Valbona. Ein leichtes Gewitter zieht auf und vielleicht wird es morgen etwas frischer zum Wandern.

Ein sehr schöner Tag geht zu Ende.

Mittwoch, 13.6.

Es war schon lustig zu sehen, wie die Pferde heute früh dem Edwin nicht von der Seite wichen. Sie traben die Straße lang und kommen zu unserem Platz, um sich ihr Brot abzuholen. Nicht genug, nach der gut riechenden Plastetüte haben sie auch geschnappt. Bis in unsere Autotür stecken sie ihre Köpfe und verfolgen uns auf Schritt und Tritt.

Nun geht es weiter in das Valbona-Tal. Es ist das östlichste und höchstgelegene im Alpental. Die hohen und schroffen Gipfel werden von der Sonne angestrahlt. Hier und da legen wir einen Foto-Stopp ein. Zuerst fahren wir von der Straße einen Abzweig runter und bummeln durch eines der typischen kleinen Gebirgsdörfer. Der Valbona-Fluss begleitet uns. Die eine und andere Begegnung mit den Bewohnern findet statt und wir stellen fest: Was für eine Ruhe die Menschen hier ausstrahlen. Sie hüten ihre Tiere und wenn diese stehen bleiben, dann bleiben auch sie stehen. 

Nach dieser kleinen Wanderung fahren wir bis zum Ort Valbona und weiter bis zum Ende der asphaltierten Straße. Dort stehen bereits zwei Womos auf einem geschotterten Platz. Um uns herum das Gebirgsmassiv! 

Jetzt heißt es Schuhe wechseln und ein paar Kilometer wandern. Eine rote Ausschilderung zum Wasserfall gibt es auch. Nach 1,5 Stunden müssen wir aber leider umdrehen, denn es donnert und knallt mächtig. Zurück am Womo ist der Spuk schon wieder vorbei, aber es war trotzdem wunderschön. Wir kochen heute mal, auch wenn sich gegenüber ein Restaurant und ein Hotel befindet. Zwei Männer in Trachten singen und spielen die Laute.Hier kann man auch über Nacht stehen.

Einige Gasthäuser bieten Übernachtungen an und auch Campingschilder sehen wir, die sich aber mehr für kleinere Bergzelte eignen.

Wir haben für unseren Pössel heute früh in einem kleinen Dorf eine Stellfläche an der rauschenden Valbona im Grünen gesichtet. Den Platz rollen wir zum Kaffeetrinken an und falls wir niemanden stören, bleiben wir hier in der wilden Natur über Nacht. Ein Mütterchen mit ihren Schafen und Kühen begrüßt uns nett und zwei Bauern bringen Heu mit zwei Stangen auf die Alm. Ein anderer möchte wissen, woher wir kommen. Man grüßt uns freundlich. Es scheint kein Problem zu sein, das wir hier bleiben möchten. Die Sonne scheint, die Valbona rauscht, was wollen wir noch mehr.


Und auf einmal grasen die Schafe in aller Ruhe an uns vorbei und das Mütterchen hütet sie. Es ist einfach berührend für uns zu sehen, wie einfach das Leben hier funktioniert und was für eine Zufriedenheit die Menschen ausstrahlen.

Wir fühlen uns in die Jahre unserer Kinderzeit zurück versetzt und dann fragt man sich: Ist weniger mehr? Das Mütterchen kommt erst nach drei Stunden "Hütezeit" zurück. Sie wartet bei uns geduldig auf die Milchkühe, die  jetzt am Abend den Weg zu den Häusern zurück laufen. Sie zeigt mir stolz ihr Täschchen mit den Stricksachen. Strümpfe strickt sie, solange die Schafe grasen. Wir schenken ihr ein paar Tafeln Milchschokolade, was könnte man sonst schenken? Sie drückt mich, erzählt mir alles mögliche und ich verstehe nichts und lache nur. Dann möchte sie einen Blick in unseren Camper werfen und schüttelt auch lächelnd den Kopf.

Jetzt ist es 20.00 Uhr und alle Tiere sind vorbeigezogen. Ich begleite das Mütterchen und ihre Tiere noch ein Stück (mit Sweety an der Leine). Zurück am Camper kehrt jetzt Ruhe ein, die Berge sehen schon dunkel aus. Die Sonne ist untergegangen. Ein ereignisreicher Tag geht für uns zu Ende. Was für ein friedliches Gefühl!


Das Valbona-Tal

Donnerstag, 14.6.

Schöner Morgen, wieder einmal! Wir machen die Augen erst nach acht Uhr auf, weil wir nach dem Gebimmel der Leitkuh (sie trabte mit ihrem Gefolge von Kühen vor sechs Uhr an uns vorbei) wieder eingeschlafen sind.

Es heißt Abschied nehmen vom schönen Panorama-Platz hier an der Valbona. Wir rollen zur Fähre nach Fierzë. Um 11.00 Uhr trudeln wir ein und kaufen vor Ort die Tickets am ersten Anleger für unseren Pössel 60,- Euro. (Für die Fähre BERISHA, die uns empfohlen wurde.)  Dort ist ein Café, wir trinken was und man plaudert hier und dort. Die Fähre legt pünktlich um 13.00 Uhr ab, eine andere fährt zur gleichen Zeit am hinteren Anleger. Die sollte man meiden, wegen der Verladerampe. Wir haben keine Probleme beim Rauffahren bei der Berisha, die Rampe ist groß und stabil. Nun kann die Fährfahrt beginnen. Die Fahrt über den Stausee des DRIN ist ein Erlebnis, vor allem wegen der grandiosen und ursprünglichen Berglandschaft, die den 34 km langen Stausee umgibt. Das Wasser schimmert grünlich-türkis und die Berge spiegeln sich darin. Man möchte laufend Bilder machen, so schön sieht es aus.

Ein kleiner Wehrmutstropfen ist der Plastemüll, der je nach Strömung ab und zu im Wasser schwimmt. Wir hoffen, daß sich da auch in der Zukunft etwas tut. Es liegen ursprüngliche Dörfer an den Ufern, deren Versorgung ausschließlich per Boot erfolgt. Man meint, in den Norwegischen Fjorden unterwegs zu sein. Wir hätten uns weniger Wolken gewünscht, es war schwülwarm, aber zum Glück blieb es trocken, bis die zweieinhalb Stunden Fahrt zu Ende waren. Das war ein Erlebnis, das uns in Erinnerung bleiben wird. 

Das Runterfahren verlief auch problemlos, nur, dass es in Koman augenscheinlich etwas chaotischer zuging. Durch den berüchtigten einspurigen Tunnel (wenig Licht) ging es  o h n e  Gegenverkehr und dann weiter auf die im Reiseführer angekündigte Holperpiste! Diese Straße übertrifft alles, was wir in den vergangenen drei Wochen in Albanien gefahren sind. Die 25 Kilometer bis zur SH 5/E 851 Richtung SHKODËR waren nicht nur mit Schlaglöcher gespickt, es regnete zudem wie aus Eimern, auch Hagel war dabei. Stellenweise hielten wir, die Piste glich einer Schlammlawine. Eigentlich wollten wir einen Abstecher zur Mesi-Brücke machen, aber das haben verworfen und sind durchgerollt zum Camping Lake Shkodra Resort. Er gehört zu den Top-Ten in Europa. Der Platz war ausgebucht, als wir abends ankamen. Wir haben aber für 10,00 Euro einen "Warte-Stellplatz" angeboten bekommen und können alles nutzen. Vor allem die wunderbare heiße Dusche. Aber nach diesen ganzen Wochen der Einfachheit können wir uns irgendwie mit dem Platz, der wirklich sehr schön ist, nicht so recht anfreunden. Alles wirkt auf uns so "gehoben". Bei einem Rundgang sehen wir die volle Belegung. Auf einem Teil vom Platz stehen sehr viele große Womos. Sicher eine geführte Tour durch Albanien. Aber auch mehrere Geländewagen und einige kleine VW-Busse, auch Kastenwagen, Bulli und einige Zelte stehen hier. Das Restaurant ist jedoch überfüllt! Ob es was umsonst gibt? Eine Folkloregruppe zeigt im Lokal ihr Können. Wir schlendern zurück in unser kleines Womo und planen, wie es morgen weitergeht, denn das Vermosh-Tal möchten wir uns auch noch ansehen.

Ein sehr schöner Tag geht zu Ende.

Freitag, 15.6.

Der Morgen ist recht schön nach diesem Gewitter und dem starken Regen von gestern Abend. Die Sonne blinzelt durch die Wolken. Wir machen uns reisefertig, das heißt, ein wenig Wasser bunkern, entsorgen und ein wenig nachladen. Ein Gespräch hier und dort, denn wir stehen ja auf dem Warteplatz-Präsentierteller. Dann fahren wir die SH 1 in Richtung Hani i Hotit und weiter auf die SH 20 zum Vermosh-Tal und durch die Cem- Schlucht.

Das Vermosh-Tal und die Cem-Schlucht liegen ganz nördlich in den Alpengebieten Albaniens. Und zwar südlich der montenegrinischen Grenzlinie. Es ist ein sehr abgelegenes Gebiet mit schwer zugänglichen kleinen Dörfern. Mit Almwiesen und Bächlein - die Urheimat der Bergbauern und Hirten. Die Straße bis Vermosh ist erst vor einiger Zeit fertig gestellt worden. Wir sind begeistert von dieser Cem-Schlucht, die wir vollständig durchfahren. Die Höhenunterschiede und kurvenreichen Abschnitte winden sich bis auf 770 Meter hinauf und es bietet sich uns ein beeindruckender Blick in das Tal. In dem höchstgelegenen Ort auf 1260 Meter - Lepushë - gibt es Campingmöglichkeiten. Wir machen mehrmals Halt, kochen Kaffee mit frischem Quellwasser, genießen immer wieder auch den Blick zurück und rollen dann bis zum Ende der asphaltierten Straße nach VERMOSH. Hier spazieren wir ein paar Runden mit Sweety und treffen die netten "Urlauber" vom Valbona-Tal und von der Drin-Fähre zum 3. Mal wieder. Die restlichen zwei Stunden bis zum Abendbrot sitzen wir zusammen und es wird über "Gott und die Welt" geplaudert. Übrigens die Bars und Cafés sind oft nur mit Männern besetzt, die sich mit bestimmten Glücksspielen die Zeit vertreiben oder Geschäfte machen.

Unterwegs hatten wir uns zwei frische Forellen mitgenommen, die hier aus der Zucht stammen. Sie werden küchenfertig verkauft und wir haben nur 400 Lek, das sind ca. 3,00 Euro bezahlt. Man glaubt es kaum! Heute Abend haben wir sie in unserer Pfanne gebraten und mit großem Appetit gegessen.  

Zum ersten Mal in diesen ganzen Wochen nieselt es seit dem späten Nachmittag ein wenig. Die Temperaturen liegen um die 20 Grad. Wir bleiben die Nacht hier am Restaurant stehen.  Ein anderes Womo ist neben uns. Alles kein Problem! Und wir haben ein sehr gutes Bauchgefühl!  Wieder geht ein Tag voller Eindrücke zu Ende.

Samstag, 16.6.

Was für einen wunderbaren Wanderweg durch das Vermosh-Tal sind wir heute Vormittag gegangen. Das Herz geht einem vor Freude auf über diese Ursprünglichkeit der Natur und über das bescheidene, aber augenscheinlich glückliche Leben der Bergbauern hier in diesem Tal. Die Gesichter strahlen eine Freundlichkeit aus, die Leute winken mehrmals von weitem und freuen sich, wenn man stehen bleibt, zurückwinkt und das Anwesen bewundert. Es werden die Dächer neu eingedeckt und Häuser werden baulich erneuert, soweit das Geld reicht. Das berührendste ist die Natur. Diese Almenwiesen mit den vielen Blumen!!! Ein kleiner Trampelpfad ist mit einem roten "Band" gekennzeichnet, das ist der offizielle Wanderweg. Wir waren 3 Stunden unterwegs und sind immer dicht an den Häuschen und den Almenwiesen entlang gewandert. Das schönste sind die überall freilaufenden Nutztiere, egal ob Schweine, Schafe, Kühe und Pferde. Die lassen sich überhaupt nicht stören. Sie suchen sich ihren Weg. Gefühlt, wie vor einhundert Jahren!

Die Sweety war so geübt im Überwinden der Sperren (Begrenzung für die Schafe), dass es richtig lustig war. Bevor sie "Hopp" machte, drehte sie sich um und fragte, ob es richtig ist.

Und jetzt nach dem Mittag und Kaffee hier im Restaurant an unserem Stellplatz rollen wir gegen 15.00 Uhr wieder in Richtung Skutari-See. Es ist eine tolle und anstrengende Fahrt zurück, weil es wieder sehr viel zu schauen gibt.

Das Bergmassiv sehen wir ja jetzt von der anderen Seite und vor allem diese Schlucht! Einfach spektakulär!

Aber langsam werden wir nun die Rückreise planen müssen und die Route festlegen. Es war bisher eine gelungene Reise, da sind wir einer Meinung. Einen Übernachtungsplatz für heute abend haben wir am Skutarie-See in Zogäi - Bar/Restaurant am See  bei SIMONE BALANI (Straße hierher ist sehr schmal, der Platz dient als Wendeplatz für den Buss). Hier essen wir jetzt eine Pizza und lassen die abendliche Stimmung auf uns wirken.   

Sonntag, 17.6.

Heute ist Sonntag im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Temperaturen sind wieder sehr hochsommerlich.

Wir stehen immer noch an unserem Übernachtungs-Plätzchen und werden diesen Tag mal so richtig faul sein. Waren heute früh schon im Skutarie-See baden. Das Klima ist submediterran geprägt und das Wasser hat heute 26 Grad! Bei einem Spaziergang entlang des hochgelegenen Ufers hat man einen ganz besonderen Blick über den größten See Albaniens! 

Wir haben uns heute zu Mittag noch einmal verwöhnen lassen und wie immer ausgezeichnet gegessen. Die Speisen, egal was man ißt, sind immer sehr feinwürzig abgeschmeckt und schwammen nie im Fett, egal ob Fisch oder Fleisch. Die Preise variieren je nach Restaurant. Die Pizza in Albanien ist eine der besten, die wir je gegessen haben.

Eine Vorspeise, ganz einfach zubereitet:

 "Salatblätter auslegen. Darauf kommen kleine knusprig geröstete Brotscheiben mit Knoblauchbutter. Auf diesen Scheibchen sind ganz klein geschnittene pikant gewürzte Paprikastreifen (rot, grün), Zwiebeln, Tomaten, alles mit vielen Kräutern vermischt. Sie werden auch leicht in Olivenöl gedünstet. Zum Schluss eine Idee Frischkäse als Häubchen. FERTIG!"  

Wir bleiben noch eine Nacht hier und haben beschlossen, morgen unsere Reise fortzusetzen. Es war ein schönes Fleckchen am Skutari-See diese zwei Tage. Morgen geht es nach Montenegro mit einem Stopp in der Bucht von Kotor. Damit werden wir Albanien nun endgültig verlassen. 


Fazit

Wir haben in den vergangenen drei Wochen so viel schönes von diesem Land gesehen. Vieles haben wir nicht bereist, weil es durch die Entfernungen etwas mühsam ist. Man muß immer über die Gebirgskämme, weil es keine Tunnel gibt und manchmal fährt man die Pisten auch doppelt. Außerdem sind die Eindrücke zu groß, so daß wir nach diesen drei Wochen "Auf Wiedersehen" sagen. Wir haben das Land kreuz und quer durchfahren, aber vieles ist unentdeckt geblieben.

Mit Absicht haben wir auf dieser Tour die Albanische Riviera, diesen wundervollen Küstenabschnitt, nicht bereist. Das lassen wir uns fürs nächste Mal. In das Tret-Tal möchten wir unbedingt auch reisen und es erwandern und vieles andere mehr. Ein Grund, wieder zu kommen!

Zu jeder Zeit haben wir uns hier sehr wohl gefühlt und trafen immer und überall auf freundliche, offene und herzliche Menschen. Dieses Gefühl des  Willkommenseins, das ist es, was die Reise auszeichnet. Wir waren zu Gast und haben uns auch so benommen. 

Albanien ist ein Land im Umbruch, das spürt man. Wir würden uns wünschen, das vieles von der Ursprünglichkeit erhalten bleibt. Diese Ursprünglichkeit und die außergewöhnlich schöne Landschaft berührt das Herz und die Seele. Albanien hat eine so reiche imposante Bergwelt, ruhige Seenlandschaften und quirlige Städte. Es besitzt geschichtsträchtige Stätten, ein azurblaues Meer und herzliche Gastgeber.

Es war eine Top-Reise für uns als Individualisten. Tschüß Albanien!

Montag, 18.6  - Dienstag, 19.6.

Ausreise aus Albanien - Weiterfahrt durch Kroatien


Dalmatien

Wir verlassen Albanien über den Grenzübergang Muriqan nach Montenegro. Die Kontrollen waren kurz. Bei Strari grad an der Adria machten wir Halt, um zu Mittag zu essen. Doch wir haben das Essen gehen verworfen. Der "Stadtstrand" war zugemüllt mit Sperrmüll, hinter den Restaurants sah es aus ... und der Gesamteindruck war einfach nicht schön. Weiter ging's zur Bucht von Kotor. Die Navi-Daten haben wir von einem Camper, der dort auch übernachtete. Doch auch hier erwartete uns ein nicht ansprechendes Umfeld. Ein riesengroßer Wiesenplatz, der so ungepflegt ist! Sehr schade, denn die Bucht, umgeben von den Bergen, ist einfach wunderschön anzusehen.

Der Küstenblick und die Bucht von Kotor: Eigentlich ein wirklich tolles Fleckchen, aber hinter der Promenade und auf der großen Rasen-Stellfläche sah es nicht einladend aus.

Also sind wir weitergefahren, denn es war noch früher nachmittag. Noch ein kurzes Stück mit der Fähre und ein paar Kilometer Straße und schon waren wir am Grenzübergang Kroatien

Unser Ziel war der erste Campingplatz an der dalmatischen Küste. Als wir in diesen beschaulichen kleinen Touristenort eintrudelten, waren wir ganz überrascht. Der Ort und der kleine Camping hier in Molunat liegt in einer Bucht umgeben von Felsen. Es gibt hier alles, was macht benötigt. Wer einen beschaulichen und ruhigen Urlaub verbringen möchte, ist hier gut aufgehoben. Es gibt eine gut sortierte Verkaufsstelle und einige nette Lokale. Ein schöner kleiner Sandstrand ist direkt gegenüber dem Camping Adriatic I und II. Der Camping hat ca. 20 Plätze und einen herrlichen Blick auf die Bucht. Man steht zum Teil unter Feigen, Mandarinen- und Kiwibäumen.(Früchte waren viele an den Bäumen, aber noch nicht reif). Die sanitäre Ausstattung ist recht einfach. Aber heiße Duschen! Hier werden wir uns ein bis zwei Tage niederlassen und das schöne Flair genießen.

Mittwoch, 20.6.

Wir ziehen heute weiter! Immer ein kleines Stück der Heimat entgegen. Erst mal geruhsam frühstücken, dann dem Nachbarn helfen, seinen riesengroßen Wohnwagen umzusetzen, etwas einkaufen und eintauchen im Meer! Gegen 12.00 Uhr fuhren wir in Richtung Dubrovnik.

Unterwegs haben wir einen Stopp eingelegt und die Stadt von oben fotografiert. (Bild) 

Kurz danach trudelten wir am "Park-Bade-Stellplatz" direkt an einer Marina mit Meerzugang (nahe des Camingplatzes von Dubrovnik)  ein. Hier gibt es sogar einen Hundestrand mit Dusche. Das Park-Platz-Suchen war wieder nur Glück, ein Transporter fuhr gerade ab, als wir ankamen. Den restlichen Tag über haben wir gebadet, gegessen und die Jachten, Boote und Kreuzfahrschiffe  beobachtet, die hier auf dem Weg in den Stadthafen vorbeikommen. In der Nähe ist der Campingplatz von Dubrovnik.

Jetzt am Abend ist unser Platz am Badestrand leer. Wir bleiben hier über Nacht stehen und genießen das Lichtermeer.   N 42, 39', 51''  , E 18, 4', 19" 

"Tausend Lichter" scheinen zu uns herüber. Schöner Abend mit einem leichten Wind. Es war heute ein heißer Tag mit über 30 Grad!


Donnerstag, 21.6.

Heute morgen hat uns ein Brummen geweckt und zwar fuhr die "Aida blue" an unserem Platz vorbei. Schnell ein Foto, dann Frühstück, Baden und dann leider nur ein paar Ehrenrunden durch Dubrovnik mit unserem Camper! Die Stadt war schon um halbneun voller Touris, die aus dem Bauch der Schiffe und aus den Bussen kamen. Dazu die vielen Tagesgäste und dementsprechend gab's auch keinen Parkplatz mehr. Aber das war nicht so schlimm, wir kannten ja die Altstadt von einem früheren Urlaub.

Mit einigen kleinen Stopps sind wir nun auf die Halbinsel Pelješac gefahren. Dort haben wir vor lauter Hitze wieder eine kleine Bucht mit einem Badestrand aufgesucht, um uns abzukühlen.

Und dann waren wir neugierig auf unseren Urlaubsort Orebic, in dem wir vor einigen Jahren mit dem Wohnwagen waren. Vieles ist auf dem Camping verändert und aufgehübscht worden. Wir hatten den Platz nicht so groß in Erinnerung.

Im dalmatischen Strandlokal "Bistro Jelovnik" im Ort Orebic wurden wir jetzt am Abend sehr nett bewirtet. Wir sitzen hier am Meer und genießen die ganz typische dalmatische Gastfreundlichkeit. Neben uns saßen Urlauber, die wie wir auch aus Albanien kamen und es entwickelte sich ein angenehmer Gedankenaustausch. 

Das ist der Campingplatz.  

Und wir sitzen immer noch hier im Lokal und nutzen WIFI vom Wirt, denn zum ersten Mal habe ich kein Netz! 

Dieses Fleckchen hier direkt am Meer hat was ganz besonderes! 


Ein schöner Tag geht zu Ende.


Freitag, 22.6.- Samstag, 23.6.

Spät wurde es am Abend im dalmatischen Lokal und wir sind dann irgendwann mit unserem Camper zum Franziskanerkloster oberhalb Orebic auf den Berg gefahren. Das Kloster und die Kirche ist umrahmt von Zypressen und man hat von hier oben einen sagenhaften Blick über das Meer, auf Korcula und Orebic. Wir haben das tolle Lichtermeer der Insel Korcula 

genossen. In der Nacht waren die Rufe der Schakale zu hören, die hier leben. 

Und nach diesem wunderschönen Blick am Morgen auf Korcula ging unsere Fahrt weiter.

Wir sind einmal quer über die Halbinsel zum Fähranleger nach Trpanj gerollt, um mit der Fähre nach Ploce überzusetzen. So kürzten wir ein wenig ab und die Fährfahrt war sehr eindrucksvoll. Leider wurde es sehr schwül, selbst auf dem Schiff wehte kein Lüftchen. 

Dann beim Mittags-Rasten auf einem sehr schön am Meer gelegenen Park-Stellplatz in Igrane kam ein mächtiges Gewitter mit Regen und Sturm auf. Nun hatten wir Zeit, mal ein bisschen im Camper zu wuseln und auch zu kochen. Wir blieben dort stehen. Der Wind (Bora) wurde später noch stärker, so dass wir unseren Meerblick-Platz in der Nacht räumten und den Camper um die Ecke plazierten. Aber wenigstens kann man nun wieder gut durchatmen nach diesem Gewitter.

Jetzt war unser Ziel der Ort Makarska und die kleinen Badebuchten an dieser traumhaften Magistrale. Z.B. die Bucht von Bilici. Man findet, wenn man den Blick schärft, außerhalb der großen Feriengebiete auch diese vielen kleinen verträumten Buchten und kann das türkisblaue Meer fast alleine genießen. 

Die 60 km lange Makarska Riviera und der  wunderschöne Ort Makarskar ist eine Reise wert. Wir haben es heute genossen bei den angenehmen Temperaturen zu bummeln und uns kulinarisch verwöhnen zu lassen. Die Kulisse des Biokovo - Gebirges ist einmalig und verzaubert diesen Ort. Ein Parkplatz war hier kein Problem. Die Zeit verging viel zu schnell. Wir wollten uns vielleicht am Abend noch gerne Split ansehen.

Doch durch Split drehten wir nur mehrere Ehrenrunden. So sahen wir die Stadt nur vom Auto aus, jedes Fleckchen war zugeparkt. Eine Musikveranstaltung am Abend war der Grund, denn heute ist ja Samstag - Ausgehtag? 

Aber das ist halb so schlimm, denn wir sind jetzt  in einem dalmatischen Küstendörfchen zwischen Trogir und Primosten gelandet. Hier ist es ganz niedlich. Stehen am Fischerhafen mit Strand und  sind sogar von einigen Einheimischen mit reifen Feigen versorgt worden. Ein Imbißwagen hat uns mit Kebap und Eis versorgt. Dieser ereignisreiche Tag geht nun zu Ende. Die Nacht bleiben wir hier.

Sonntag, 24.6. - Montag, 25.6

Wir müssen ein paar Kilometer weiter fahren, denn irgendwann wollen wir ja zu Hause sein. Also rollen wir die Küste bis nach Zadar entlang. Jetzt stehen wir stadtnah auf dem "Camping Borik". Hier ist es sehr ruhig und der Platz ist nur zu einem Drittel belegt. Wir machen einen Tag Pause, um uns dann endgültig auf den Heimweg zu begeben.

Unterwegs nach Zadar haben wir wieder in einigen kleineren Orten gehalten oder von der Magistrale aus den Weg nach unten in die Küstenorte eingeschlagen. Wir tuckerten durch die engen Gässchen, sind ausgestiegen und haben hier und dort zu Fuß ganz herrliche und einsame Buchten entdeckt. 

Dabei sieht man auch Kurioses, so wie dieses Anwesen eines Norddeutschen, der seinen Altersruhesitz in Dalmatien hat. Und man kommt ins Gespräch, über dieses und jenes. Das Einstellen der Bilder ist OK, der Besitzer möchte aber nicht aufs Foto.

Durch Primosten wollten wir, wie vor Jahren, ein wenig bummeln. Ganz in der Nähe kann man größere Stell-und Parkplätze anfahren und von dort kommt man zu Fuß an einsame Buchten. Zur Not kann man auch übernachten. Einige WOMOS standen dort bereits schon.

Um Zadar zu besichtigen, gab es kein Problem morgens um 9.30 Uhr einen Parkplatz zu bekommen. Allerdings füllte sich die Stadt gegen Mittag zunehmend.

Das war ein schöner Rundgang, ganz besonders hat uns die weltweit einzige Meeresorgel begeistert. Die Natur selbst spielt hier eine endlose Symphonie. Die Orgel besteht aus 35 Röhren und produziert nur mit der Kraft des Meeres einen Melodienreigen. 

Man kann sich auf die Stufen am Meer setzen, um zu lauschen. 

Daneben ist eine große Runde Scheibe in den Boden aus Sonnenkollektoren eingelassen worden, die nachts ein geheimnisvolles Licht aussenden. Das ist sicher sehr beeindruckend in der Dunkelheit.

Aber wir werden die Nacht hier auf dem Camping verbringen, um uns für die Rückreise auszuruhen.


Schlußgedanken:


Unsere Rundreise durch die osteuropäischen Balkanländer geht nun zu Ende. An unseren kleinen Kastenwagen haben wir uns ganz schnell gewöhnt. Wir sind mit ihm in jede Ecke gerollt und passten in jede Parklücke. Die vielen engen Gebirgsstraßen und Pässe schaffte er ohne Probleme. Wir sind sehr zufrieden.

Es waren für uns zwei sehr erlebnisreiche Monate. Wir haben wieder ein Stückchen mehr von der europäischen Welt gesehen, viel mehr als wir zuvor dachten. Viele interessante Menschen haben wir kennengelernt und die netten Gespräche mit ihnen werden uns in Erinnerung bleiben. Und die Gelassenheit und die Fröhlichkeit, mit der die Bewohner der Balkanländer ihren Alltag meistern, hat uns nachdenklich gemacht.

Aber besonders die wunderschönen Landschaften in all den Ländern, die wir besucht haben, bleiben uns in Erinnerung.


Wenn wir gesund bleiben, soll die nächste Rundtour im September 2018 quer durch Korsika gehen.

Alles geht einmal zu Ende!
Alles geht einmal zu Ende!