Reisebericht Rumänien 2017

Es mussten 28 Jahre vergehen, um endlich mal wieder in das Land unserer Jugend zu reisen  - nach Rumänien. 

Viele sehr schöne Erinnerungen an unsere Wandertouren mit Kraxe, Bergzelt und Verpflegung hatten wir aus vergangener Zeit. Nun im fortgeschrittenen Alter haben wir beschlossen, eine Rundtour mit dem Auto und unserem kleinen Reisewohnwagen zu machen. Wir sind sehr neugierig, wie sich das Land entwickelt hat.

31. Mai - 4. Juni 2017

Jetzt geht's endlich los. Unsere Route führt uns vom "Stettiner Haff" südwärts in Richtung Dresden. In Dresden möchten wir die Frauenkirche und das "Grüne Gewölbe" besuchen. Auf dem Weg dahin machen wir jeweils für einen Tag Stopp am Kloster Chorin und im Spreewald. Am Kloster übernachten wir und im Spreewald gibt es auch schöne Plätze für einen Kurztripp.

Dann treffen wir in Dresden auf dem sehr zentral gelegenen Stellplatz an der Cityherberge ein. Es sind 28 Grad und es ist viel Trubel in der Stadt. Sie ist voller Läufer und Läuferinnen,  weil ein Citylauf stattfindet.  

Wir bummeln um das Schloss und den Zwinger herum, besuchen das Innere der Frauenkirche und gehen erst abends in das Museum. Das war ein Angebot mit Führung, sehr schön. Viele der Kunstschätze waren uns nicht mehr in Innerung, weil der letzte Besuch im "Grünen Gewölbe"  mehrere Jahrzehnte her ist. 


Dresden haben wir noch am späten Abend verlassen, zuviel Trubel auf dem Platz und auch, um uns im Erzgebirge einen kühleren Schlafplatz zu suchen. Am Morgen geht es dann weiter nach Brünn (Tschechien). Wir genießen die Fahrt ohne Autobahn und freuen uns auf den See-Camping am Abend. Ein kleinerer "grüner" Platz, er reicht aus, um die Nacht ruhig zu schlafen. 




KLOSTER CHORIN  in Brandenburg
KLOSTER CHORIN in Brandenburg

5.Juni - 6.Juni

Unsere Fahrt geht frühmorgens weiter über die Grenze nach Ungarn. Die Sonne lacht!  Bei Györ, 100 km hinter Bratislava, fahren wir an einen Motel/Camping mit Gaststätte vorbei, der direkt an der kleinen Donau liegt. Es ist Mittag. Das ist ein ganz idyllisches Plätzchen, stellen wir fest, und wir beschließen, mal richtig faul zu sein. Vier Tage "rollen" wir ja schon. Deshalb liegen wir in der Sonne und essen ein riesiges ungarisches Schnitzel und vom Bäcker ein schönes Stück Kuchen! Toller Tag mit Flussrauschen und netter Unterhaltung, denn es sind noch zwei Familien mit dem Camper da. Tipp von den netten Nachbarn: Thermallandschaft in Haj..........


6.Juni - 7.Juni

Rechtzeitig fahren wir nach Budapest . Von Budapest kannten wir nur den Bahnhof, auf dem wir als Bergwanderer immer einen längeren Aufenthalt hatten und ein bis zwei Einkaufstraßen, mehr nicht. Das sollte sich ändern. Wir suchen uns den neu angelegten und zentralen Camping/Stellplatz. Es ist Mittag und weil die U-Bahnstation quasi vor unserer Nase ist, fahren wir mit Sweety direkt in die Innenstadt an die Donau. Schnell ein paar Forint eintauschen und die Stadtbesichtigung kann losgehen. Wir schlendern an der Donau entlang, wunderschön, über die Kettenbrücke von Buda nach Pest zur Oberstadt.

Es ist ein fantastischer Blick über Budapest! Und nun geht's am anderen Donauufer über die Elisabethbrücke zurück, nachdem wir bei einem Käffchen und einem Riesensalat eine Pause eingelegt haben. Die Strecke an den beiden Ufern kann man gut zu Fuß ablaufen und ist für einen kürzeren Stopp in Budapest zu empfehlen.

Angekommen auf dem Camping zu später Stunde plaudern wir noch rein zufällig mit einem Camperpaar und verbringen einen netten Grillabend gemeinsam. Gesprächsstoff war ausreichend vorhanden, auch weil sie bei uns im schönen Mecklenburg wohnen.


8.Juni - 10.Juni

Nun sagen wir "Tschüss" Budapest und fahren zum nächsten Ziel. Es ist die grösste Thermalbadelandschaft Europas an der ungarisch-rumänischen Grenze in Hajduszoboszlo, nahe Debrecen.  

Auf dem Weg dahin fahren wir durch viele ungarische Dörfer, weil wir die Autobahn meiden. So können wir uns mit frischem Obst und Gemüse, das am Straßenrand vor den Häusern angeboten wird, versorgen.

In "Hajdu" checken wir auf dem anliegenden Thermalcamping ein und sind von der Freundlichkeit und Sauberkeit beeindruckt. Es ist noch Vorsaison und deshalb ist auch wenig Trubel auf dem naturbelassenen Camping und im Bad. Die Badelandschaft ist riesig, wir genießen diese Tage und lassen uns verwöhnen.

Abends studieren wir in unserem Womo-Reiseführer die kommende Rundtour durch Rumänien und sind schon gespannt, was uns erwartet.


11. Juni -13. Juni



Das ist die grobe Planung unserer Rundfahrt durch Rumänien
Das ist die grobe Planung unserer Rundfahrt durch Rumänien


So und nun geht's in Richtung Grenze mit leicht klopfendem Herzen. Vor 30 Jahren haben wir immer viele Päckchen Kaffee (50 Gramm Tüten à 3,50 Ostmark) und Tütchen mit Pfeffer als "Bestechungsgaben" im Reisegepäck mitgeführt, um nicht stundenlang an der Grenze zu schmoren. Mal mit dem Zug, mal mit dem TRABI.

Aber jetzt läuft alles reibungslos und auch der Kauf der Vignette ist kein Problem. Unsere Route führt uns über Oradea in Richtung Cluj Napoca (Klausenburg). Vor Klausenburg steuern wir einen zentralen Camping im Grünen an, auf dem nur drei Camper stehen. Von hier aus wollen wir uns die Stadt Turda ansehen und eine Wanderung in der Turdaer Schlucht unternehmen. Das Wetter meint es gut mit uns, es ist schon sehr sommerlich.


Die Turdaschlucht (Cheile Turzii)

Klausenburg (Cluj Napoca)

Die Turdaschlucht ist ein Naturpark, in dem über hundert Pflanzen- und Tierarten geschützt sind. Es ist ein wildes Tal, das von steilen Felswänden beidseitig eingeschlossen ist. Im Tal wandern wir einen sehr schönen sechs km langen Weg immer am Wasser entlang und den selben Weg wieder zurück. Oben ist es uns zu heiß.

Am späten Nachmittag schauen wir uns die Stadt TURDA an und sind angenehm überrascht. Viele "Farbtupfer" in Form von Blumenrabatten schmücken die Innenstadt und die Strassencafés sind gut besucht.

Die Stadt Klausenburg ist am 2. Tag unser Ziel. Der Wohnwagen bleibt auf dem Camping, wir fahren mit dem Auto. Die Parkplatzfrage ist kein Problem, auch der Preis nicht. Wir bummeln bei strahlendem Wetter kreuz und quer durch das Zentrum und erkennen kaum etwas wieder. Uns erwartet keine graue, sondern eine schöne Innenstadt mit einem sehenswerten Ensemble aus Plätzen, Straßen und Parks mit entsprechender Bebauung. Die Stadt ist lebendig und voller junger Leute - es ist eine Universitätsstadt. Freudig und voller positiver Eindrücke fahren wir zurück und planen abends bei sommerlichen Temperaturen die nächste Etappe. 


14.Juni - 15.Juni

Wir sind auf dem Weg nach Baia Mare, dann weiter nach Surdesti und Viseu de Sus, um in das landschaftlich wunderschöne Maramuresch mit den alten Holzkirchen einzutauchen. Es ist ein ganz besonderes Stückchen Land. Wie aus einer längst vergangenen Zeit liegen stille Höfe unter tiefblauem Himmel, sieht man üppige Täler und Obstbäume an Gebirgszügen und bunt leuchtende Wiesen.

Wir sehen viele fleißige Bauern, die das Gras mit der Sense mähen, die das Heu wenden und es spät abends mit voll beladenen Pferdefuhrwerken nach Hause fahren.

Unser Weg führt uns auch durch das Izeital (Wassertal) und dort machen wir für eine Nacht auf einer Wiese (im Reiseführer als Übernachtungsplatz ausgewiesen) halt. Es ist immer noch nahe 30 Grad. Wir trauen abends unseren Augen nicht, als ein Pferdewagen den Fluss überquert, um auf der anderen Seite zu mähen und nach zwei Stunden den gleichen Weg zurückkommt. Ein freundliches "Buna ziua" und wir kommen mit dem Bauer ins Gespräch. Er zeigt uns oberhalb der Straße eine Mineral-Quelle, die vom ganzen Dorf genutzt wird, weil das Wasser eine sehr gute Qualität hat. Das kühle frische Wasser füllen wir in unsere Behälter und freuen uns, als hätten wir einen Schatz gebunkert.

Die Nacht war ruhig mit Flussrauschen und wir haben uns total sicher gefühlt nach dieser netten Begegnung.

Am Morgen rollen wir ganz gemütlich weiter. Die 800 Jahre alte Holzkirche (UNESCO-Kulturerbe) in Surdesti und das Kloster Barsana sind unsere nächsten Ziele. Das Nonnen-Kloster wird bewirtschaftet und ist ein Schmuckstück. Außerdem sind wir auf die letzte echte Waldbahn "Mocanita" unter "Dampf" in Viseu de Sus gespannt. Der Platz an der "Mocanita"-Bahn ist zum Übernachten (Dusche) für uns ideal. Viele WOMO's stehen in einer Reihe und auch zwei 4x4- Fahrzeuge, aber es ist ausreichend Platz. Einige Fahrer müssen lautstark über ihre Erlebnisse berichten. Sie sind wohl das erste Mal in Rumänien. Viseu de Sus hat ein schönes Zentrum und wir schauen uns das Städtchen am Abend an.

Nach dem Frühstück entscheiden wir, keine achtstündige Fahrt mit der Bahn zu machen, denn die Plätze sind fast ausgebucht. Vollbesetzte Reisebusse trudeln hier nacheinander ein und man hat zu tun, alle Reiselustigen unterzubringen. Auf die Enge im Zug haben wir keine Lust, zumal wir das "Wassertal" kannten. 

Holzkirche Sudesti  

Kloster Barsana

Dampflokbahn "Mocanita"


16. Juni - 17.Juni

Wir verlassen die Region Maramuresch mit den freundlichen Menschen und den malerischen Dörfern. Unser Plan ist: das Rodna Gebirge mit dem Ort Borsa und die Fahrt über den Prislop-Pass.


ANMERKUNG:

Mit dem "National Park Rodna" verbinden uns viele extreme Erinnerungen aus dem Jahr 1981. Damals haben wir in einer Holzfällerunterkunft  Unterschlupf gefunden und mehrere Tage mit den Waldarbeitern "Bett und Tisch" geteilt, weil wir wegen einem Unwetter keinen Pfad mehr betreten konnten und schließlich unsere Bergtour abbrechen mussten. Unsere gesamte Ausrüstung war "aufgeweicht" und mittels eines mit Holz beheizten Fasses haben wir alles trocknen können. Das Fass stand in der Mitte der Hütte und hatte eine Art Ofenrohr. Dadurch entwich der Rauch ins Freie. Nägel waren in der Holzdecke und diese waren mit Draht verbunden, sodass alles, was getrocknet werden musste, aufgehängt wurde. Auch die "Socken" der Waldarbeiter! Um Sauerstoff zu "tanken", rissen wir in der Nacht die einzige Tür zum Lüften auf, denn die Fenster waren mit Holzlatten vernagelt. Doch wenige Augenblicke später wurde die Tür von einem der Arbeiter wieder geschlossen...! Das sind Erlebnisse, die man nicht vergisst.


Ja, und dieses Mal ergeht es uns ähnlich. Es ist zwar kein Unwetter, das uns zum Umkehren zwingt, sondern kilometerlange Straßenbauarbeiten. Obwohl uns abends zuvor einige Womo - Fahrer von den Bauarbeiten erzählt haben, fahren wir los. So schlimm kann es ja nicht werden - glauben wir. Bis Borsa schaffen wir es mit unserem Gespann bei höchstens 20 km/h. Aber die Arbeiten nehmen kein Ende, die Schlaglöcher werden immer größer und der Dreck der Teer- und Baumaschinen nimmt zu. Dazu noch die vielen LKW, die durch dieses Chaos ohne Rücksicht brettern, um die andere Seite des Gebirges zu versorgen. Ade Prislop-Pass, schade! Ein Grund wiederzukommen. Wir machen kehrt.

Wir fahren von Borsa in Richtung Bistrita mit einigen erholsamen Zwischenstopps durch eine sehr schöne Landschaft und schlafen diese Nacht tief und fest auf einem kleinen Wiesenplatz nahe eines Bauernhauses. Die Bewohner erlaubten es uns freundlicherweise und wir bedanken uns mit einem Gastgeschenk.


18. Juni

Wir sind jetzt in Schäßburg (Sighisoara). Diese Stadt ist zweigeteilt, eine mittelalterliche Oberstadt und die Unterstadt. Die Fahrt ist landschaftlich reizvoll und schnell sind wir in diesem kleinen Städtchen, in dem wir uns "Schönes und Altes" ansehen wollen. Der kleine zentrale Camping liegt in der unteren Stadt und die Betreiber sind bemüht, alle ankommenden Camper unterzubringen. Die mittelalterliche Stadt (Unesco-Kulturerbe) ist zu Fuß gut zu erreichen. Sie ähnelt einer Zitadelle und wir besichtigen bei leichtem Nieselregen diese sehr schöne Altstadt. 

Der Abend klingt dann in netter Runde mit den vielen Campern aus, die begeistert von ihren Reiseerlebnissen erzählen. Es sind zwei Paare dabei, die schon mehrere Monate unterwegs sind (Sabbat-Jahr). Alle in unserer Runde sind jahrelang Camper, da stimmt die Chemie. Es wird spät.


19. Juni

Der Siebenbürgener Königsbogen und die Kirchenburgen


Von Schäßburg aus ist es nicht weit bis in das Herz Rumäniens - Siebenbürgen (Transsylvania). Wir freuen uns darauf, dieses Land, das fast gänzlich von den bogenförmig verlaufenden Bergzügen der Karpaten umschlossen ist, zu besuchen. Am frühen Morgen fahren wir unserem Ziel entgegen.

Von den Kirchenburgen, die aus dem 14./15. Jahrhundert stammen, haben wir uns drei ausgesucht. Damals wurde dieses einmalige dichte Netz an Festungen und Kirchenburgen errichtet, um Zerstörungen und Plünderungen zu verhindern. Viele stehen bis heute und werden seit einigen Jahren durch Investitionsprojekte am Leben erhalten. Auch für die Erhaltung der dörflichen Struktur wird einiges getan. Auf unserer Rundfahrt durch Saschiz, Bunesti und Viscri haben wir wehrhaft umfriedete Kirchen und stattliche Trutzburgen besichtigt und wir sahen Dörfer, in denen die Zeit bestenfalls stehen geblieben scheint. Am meisten beeindruckt hat uns die Kirchenburg in Viscri (Deutsch -Weißkirch). In diesem Dorf arbeiten Rumänen, Roma, Deutsche und Ungarn Hand in Hand und geben mit ihrem Konzept diesem Dorf und der Kirchenburg eine Perspektive.

Das alles haben wir von einer deutschen Dorfbewohnerin erfahren.

Das sind die Bilder von dem Dorf Viscri (Deutsch-Weißkirch) und der dazu gehörenden Kirchenburg.

Das Brot auf dem Bild haben wir gekauft. Es wird von vielen Helfern "hell" gebürstet, weil es im Feuer nach alter Tradition gebacken wird. Geschmeckt hat es uns wunderbar und war viele Tage frisch. 

Wir haben uns an vieles aus unserer Kindheit erinnert.


Der Tag ist wie im Flug vergangen, am liebsten wären wir in Deutsch Weißkirch die Nacht geblieben, aber wir haben uns einen Camping am Ortsanfang von Brasov (Kronstadt) ausgesucht. Und auf eine Dusche freuen wir uns auch!

Zuvor machen wir unterwegs auf einem Dorfplatz halt und essen im Wohnwagen Abendbrot. Es ist schon fast 20.00 Uhr und trotzdem pulsiert das dörfliche Leben. Die Pferdefuhrwerke traben beladen mit Heu oder mit Milchkannen vorbei. Die Kühe kommen von der Weide alleine die Dorfstraße entlang und jede Kuh findet ohne Hilfe das heimische Tor! Die Schweine grasen auf der Wiese bis zum dunkel werden. Wir steigen aus und kommen mit den Dorfbewohnern ins Gespräch. Es ist eine andere Welt und wir denken noch sehr lange mit einem guten Gefühl an diesen Tag.


20. Juni

Als wir dann endlich recht spät vor dem Campingplatz stehen, wundern wir uns über das ungepflegte Gelände. Er war ein Vorzeige-Camping in alten Zeiten. Der Platz ist geschlossen, er wurde verkauft und wird umgebaut. Aber wir haben die Erlaubnis vom Wächter, die Nacht vor dem Tor stehen zu bleiben und zu duschen. Glück gehabt, nach solch einem Tag.


Ausgeruht und neugierig auf Brasov (Kronstadt) fahren wir am frühen Morgen in die Stadt. Den Wohnwagen müssen wir mitnehmen, nicht so gut, aber wir können ihn vor dem geschlossenen Camping nicht stehen lassen. Also geben wir dem Navi die Adresse ein, auf dem ein größerer Parkplatz verzeichnet ist. Plötzlich ein Umleitungsschild in der Stadt.

Wir tuckern eine Straße entlang, die uns immer weiter auf eine Anhöhe führt, vorbei an der alten Stadtmauer. Parkplatz ade, das denken wir, mit unserem fast 12 m langen Gespann! Doch plötzlich sehen wir eine leere Ausbuchtung, auf dem gut zwei WOMOS parken können. Das ist Glück und wir schauen uns um. Es ist tatsächlich der beste Parkplatz und vielleicht auch der einzige für uns, auf dem wir parken können, denn wir stehen genau oberhalb der Altstadt am "Weißen Turm". Was für eine Aussicht! Genau gegenüber befindet sich der Tampaberg, der Hausberg von Kronstadt, auf dem man mit der Telecabina hinauffahren kann.

Und nun kann die Stadtbesichtigung beginnen.

Das war ein schöner TAG. Wir haben uns viel Zeit gelassen, um den Altstadtbummel zu genießen.

Uns empfing eine prächtig restaurierte Stadt mit einem südländischen Flair, mit Springbrunnen, mit Blumen geschmückte Häuser, Straßenmusik und einer gepflegten Gastronomie.

Es gibt unzählige Restaurants, in denen man sehr gut essen kann. Auch der Kaffee und der Kuchen (bei Straßenmusik) tut unseren müden Gliedern gut.


Brasov (Kronstadt) konnte sich seinen mittelalterlichen geprägten Charme mit den vielen alten Handelshäusern bewahren, trotz Kriege und Plünderungen in den vergangenen Jahrhunderten. Es ist die östlichste Metropole Siebenbürgens und absolut sehenswert. Viele Plätze mit Cafés und eine schöne Fußgängerzone, die berühmte schwarze Kirche und der Aussichtsberg Tampa, das alles zieht die Besucher an, wie wir sehen konnten. 

Parkplätze gab es zwar mehrere in der Stadt, aber freie Plätze waren keine mehr vorhanden, schon gar nicht für unser langes Gespann. Ein bisschen Glück muss man haben.

Nun sind wir fußmüde und weil es immer noch sehr heiß ist, beschließen wir, in unser klimatisierters Auto zu steigen und gemütlich zum Vampir-Camping nach Bran zu rollen. Eine richtige Dusche ist bei dieser Hitze ein Muss.


Auf Wiedersehen Kronstadt! 

Wir kommen bestimmt noch einmal wieder.


21. Juni - 22. Juni

Jetzt sind wir auf dem "Vampir"-Camping in Bran und wollen uns die berühmte Törzburg ansehen. Die Burg ist unübersehbar und trohnt als Festung über den Ort. Der Ort ist nicht groß und hat einen dörflichen Charakter, leider ist er aber mit tourismusförderndem Firlefanz überladen. Und mit Menschenmassen!!!

Diese Dracular-Burg ist eine Burg, wie man sie sich vorstellt. Zwar ist nichts schauerliches zu entdecken und doch ist die Burg mit ihren Türmchen und verwinkelten Innenhöfen sowie der Innenausstattung sehenswert. Wir waren früh dort, um den Rundgang ohne "Schieben" machen zu können und auch weil die Hitze nicht nachgelassen hat.

Anschließend ein kühles Eis, ein kleines Andenken und ein Spaziergang im schönen Park. Dann freuen wir uns auf unseren Camping mit Blick auf die Bucegi-Berge.


Hier einige Bilder von der "Burg Dracular", in der Vlad Dracul Tepes sicher nicht mehr als eine Handvoll Tage zugebracht hat. Die letzten Bewohner waren der König Ferdinand und seine Frau.

Wir sind zurück auf dem Vampir-Camping (übrigens mit ca. 25,00 Euro pro Nacht der teuerste bis jetzt). Es sieht nach Gewitter aus und trotzdem befeuern wir den Grill. Später haben wir die Bekanntschaft eines jungen Paares gemacht, die aus Australien sind. Sie ziehen mit dem Fahrrad, einem kleinen Zelt und Rucksack um die halbe Welt. Edwin hat das Handy der jungen Leute in der Dusche gefunden und in der Rezeption abgegeben. Dafür bedankten sie sich bei uns und trotz unserer wenigen Englischkentnisse haben wir mit "Hand und Fuß" viel erzählt. In der Nacht kam dann ein mächtiges Gewitter und Regen,  toll diese leichte Abkühlung!


23. Juni - 24. Juni

Wir fahren heute weiter immer mit Blick auf die Karpaten und zwar nach Busteni, das liegt oberhalb der kleinen Karpatenstadt Sinaia. Beide Orte sind touristisch geprägt. In Busteni parken wir neben einem großen Einkaufsmarkt auf einer Schotterpiste und stellen den WW samt Auto dort für viele Stunden ab. Nun geht es in die Berge! In "jungen" Jahren haben wir den Aufstieg zu Fuß bewältigt, jetzt lassen wir uns mit der Telegondola (Kabinenbahn) samt Hund auf den Kamm der Bucegi-Berge bringen. Es war ein tolles Erlebnis dort oben zu wandern und dann auch noch bei einem Top-Wetter! Die Sicht war gut und es war auch angenehm luftig beim Wandern.


In der Kabinenbahn
In der Kabinenbahn

Die letzte Bahn fährt gegen 16.00 Uhr hinunter und wir schlendern zum Parkplatz zurück. Ein starker Kaffee ist nach dieser ausgiebigen Wanderung das Richtige. Jetzt schauen wir, ob es für uns einen entsprechenden Übernachtungsplatz gibt und rollen ein paar km weiter in das kleine Cerbului-Tal. Dieses Tal liegt im National-Park Bucegi. Zuerst sind wir unsicher, ob das freie Stehen überhaupt erlaubt ist, aber dann sehen wir hier und dort auch rumänische Camper, ob mit Zelt oder WW, auch ein paar Dauerplätze gibt es. Durch dieses 5 km lange Tal fließt ein Fluss, es ist umschlossen von den Bergen. Wir suchen uns ein grünes Plätzchen und kommen während eines Spaziergangs ins Gespräch mit einigen Rumänen. Man erzählt uns, das dieses Tal ein Bärengebiet ist. Abends legen wir uns noch mit anderen auf die Lauer, um die Bärenmutter mit ihren Jungen zu sehen, aber die Plünderung der Mülltonnen durch die Bären bleibt aus. Sie werden schon im Vorfeld von anderen ängstlichen Campern durch lautes Klopfen und Getöse (Blechdosen) vertrieben.

Wir genießen dieses Tal und machen ganz auf "faul". Die Sonne strahlt, das Flüsschen plätschert und wir sehen interessiert dem Treiben der rumänischen Camper zu. Sie kommen, um das Wochenende hier in der Natur zu verbringen. Überall brennen die Feuer, man baut an den unwegsamsten Stellen die Zelte auf und ist bester Stimmung. Auch wir lassen uns anstecken, denn bei uns flackert auch ein Feuer und wir feiern und tanzen mit den rumänischen Familien bis es dunkel wird.

Das ist der Blick vom Tal auf die Bucegi-Berge
Das ist der Blick vom Tal auf die Bucegi-Berge


25.Juni - 26.Juni

Jetzt geht unsere Reise weiter in die Karpatenstadt Sinaia - die Perle der Karpaten. Hier befindet sich das schönste und wichtigste Schloss Rumäniens - Schloss Peles . Auch wenn das Schloss weitaus unbekannter sein mag, kann es mit Neuschwanstein mithalten. Wir haben einen Camping angefahren, den es leider auch nicht mehr gibt, auf dessen Gelände wir aber unseren WW abstellen können. Ein Restaurant ist noch in Betrieb. Nach Sinaia fahren wir die 4km mit dem Auo und haben Glück einen letzten Parkplatz zu erwischen. Der Fußweg zum Schloss ist sehr gut besucht, auch der Park und die einzelnen Gebäude sowie das Jagdschloss und die  Palastwache. Es ist Mittag und schon recht heiß. Wir stehen im Innenhof des Schlosses und sehen die vielen "Reisegruppen", die sich angestellt haben, um das Innere  des Schlosses zu besichtigen. Nun entscheiden wir uns, es bei einer Außenbesichtigung zu belassen. Wir sind zu spät dran und bis zum Einlass würde es dauern. Ein Grund wiederzukommen?

 


Wir schlendern gemütlich zum Ort zurück und es ist eine Pracht dieses Blumenmeer anzusehen. Alle Hotels, Pensionen, Cafés, Restaurants und die öffentlichen Gebäude überbieten sich mit ihrem Blumenschmuck. Es ist eben eine Perle, dieses Sinaia - ein touristisches Aushängeschild.

Wir haben jetzt genug von der ganzen "Pracht" und suchen uns in der "Pampa" einen Übernachtungsplatz. Die Abwechslung macht's.

Dieser idyllische Platz liegt am Rande eines großen Dorfes auf einer privaten Wiese und an einem angestauten See. Der Besitzer der Wiese gab uns die Erlaubnis und wir bedanken uns mit Kaffee. Es sind noch 30 Grad und das am Abend um 20.00 Uhr. Wir bummeln durch die Straßen des Dorfes, kaufen uns im Dorfladen ein Eis und werden von den Bewohnern gegrüßt. Sie sitzen vor ihren Häusern auf den Bänken. Man erzählt sich etwas und die Kinder spielen. Beim Vorbeischlendern an einem Haus schenkt mir ein freundlicher Besitzer eine Blume, die er abschneidet. Ich lache und bedanke mich, grüße freundlich zurück! Dann am abgestellten Wohnwagen angekommen, baden wir noch im Stausee und machen alle Fenster auf, um schlafen zu können. Kein Lüftchen bewegt sich.

Die ganze Nacht wurden wir bewacht. Ein Dackel lag bis zum morgen unter dem WW, weil unsere Sweety läufig ist. Er war ganz still.

Super geschlafen - und Frühstück gab's mit Dackel! Nach dem Kartenstudium geht es weiter in das Fagarasch-Gebirge. Wir wollen die "Transfagarasan" fahren. Die Transfagarasan ist eine Höhenstraße, die sich abenteuerlich in unzähligen Kurven nach oben schlängelt. Sie lässt dabei die höchsten Karpatengipfel neben sich. Am Scheitelpunkt auf 2042m streift sie den Lac Balea. Von dort geht es dann ebenso kühn wieder bergab. Die Straße ist in 4 Jahren 1970 unter Ceausescu gebaut worden und wir haben damals 1989 ein Teil-Stück mit dem TRABI gefahren. Zuvor suchen wir aber den Camping, von dem wir am anderen Morgen die Fahrt antreten können.

Auf dem Weg zum Camping müssen wir den WW auf der Straße abhängen, weil wir durch mehrere vollbeladene Roma-Pferdefuhrwerke die Abfahrt verpassen. Der Camping ist klein mit sauberem Sanitärgebäude, die Betreiber sind freundlich und wir haben einen netten Abend mit Gleichgesinnten, die sich auch auf die Hochstraße freuen.

Ein kleines Gewitter zieht in der Nacht durch, was uns etwas Erfrischung bringt. Außerdem verteidigt ein Rudel Hunde unterhalb am Fluss ihr Revier, dadurch ist die Nacht kürzer ausgefallen. Morgens in aller Frühe werden wir bei hoffentlich guter Sicht die Reise fortsetzen.

27. Juni

Die Morgenluft ist etwas frischer und wir starten früh, weil wir uns viel Zeit lassen wollen, um diese Hochstraße zu genießen. Viele Foto-Stopps machen wir, um alles einzufangen, was wir sehen. Und wir sehen rechts den 2544m hohen Moldoveanu und links den 2535m hohen Negoiu. Es wird für uns eine Erlebnisfahrt, die wir nicht vergessen werden.

Die Transfagarasan - genannt "Straße in den Wolken"


Wir hatten Glück, es waren keine Wolken am Himmel und weit öffnete sich der Bergkessel mit einer ganz vorzüglichen Aussicht. 

Auf der Passhöhe machen wir einen längeren Stopp (ein größerer Parkplatz ist vorhanden) mit einem Spaziergang zum Lac Balea. Zwei deutsche Wanderer haben an diesem See ihr Zelt aufgeschlagen und wir kommen ins Plaudern. Auf dem Rückweg bummeln wir durch die Buden und kaufen uns eine Spezialität, die ein Hirte anbietet. Es ist "Bulz de Mamaliga Cu Carnat". Übersetzt: in Alufolie gegrillte und mit Schafskäse gefüllte Polentakugeln (Maismehl) und einer Schafs-Bratwurst mit viel Knoblauch!

Während wir uns die Straße "hochschrauben", treffen wir immer wieder auf diese Tiere, die uns zu einem Stopp veranlassen, bis sie dann ganz gemütlich den Weg freigeben.

Irgendwann geht die Fahrt weiter und wir fahren die Serpentinen an der anderen Seite  runter. Wir erreichen bald den Wald und dann eine Talstation. Von hier aus kann man im Sommer mit der Seilbahn auf einer Länge von 3,5km bis zum Lac Balea fahren und von oben den Wasserfall bestaunen. Wir wollen aber zu Fuß zum Wasserfall Cascada Balea wandern. Das gelingt nur Edwin, Sweety und ich bleiben nach zweidrittel der Strecke am Fluss und genießen das kühle Nass. Es ist hier unten wieder sehr heiß.

Tschüß Fagarasch-Gebirge


28. Juni 

Nach unserer Wanderung zum Wasserfall fahren wir noch am Abend auf den Camping "Ananas" nach Michelsburg bei Sibiu (Hermannstadt). Diese Stadt wollen wir dann als nächstes besichtigen.

Hermannstadt  ist eine der ältesten Städte Rumäniens und  war 2007 europäische Kulturhauptstadt. Es flossen vorher und auch nachher stattliche Summen in die Restaurierung und den Wiederaufbau der Altstadt. Vieles war in den 40 Jahren Kommunismus völlig heruntergewirtschaftet und erstrahlt nun in neuem Glanz. Wir bummeln bei herrlichem Sonnenschein durch  Hermannstadt und sind natürlich begeistert.

Es ist später Nachmittag, bis wir mit Hilfe unseres Reiseführers die Sehenswürdigkeiten "abgelaufen" haben. Natürlich lassen wir uns auch gastronomisch verwöhnen.


Wir freuen uns auf den Abend, den wir auf unserem wirklich ganz idyllischen Camping-Platz verbringen. Der Blick auf die oberhalb gelegene kleine "Michelsburg" ist toll, auch abends mit der Beleuchtung, und wir plaudern mit dem deutschen Betreiber über die Beweggründe, warum er seinen Wohnsitz hierher verlegt hat. Er hat sich vor 5 Jahren in dieses Fleckchen Erde und eine Frau verliebt, so erzählt er uns, und den Platz gekauft.

Ein netter Gesprächsabend mit vielen neuen Infos für unsere Weiterfahrt geht zu Ende.

Die Michelsburg
Die Michelsburg


29. Juni - 30. Juni

Bevor wir unser nächstes großes Ziel angehen, fahren wir noch einmal nach Sibiu und decken uns auf dem großen "Markt der Einheimischen" mit frischem Obst und Gemüse ein. Das ist immer ein Erlebnis! Weiter geht's in Richtung Retezatgebirge.

Wir haben unsere Karte studiert und wollen die Transalpina durchgängig bis Bombesti Jui fahren. Die Transalpina ist eine Hochgebirgsstraße, dessen höchster Straßenpunkt der Urdele-Pass mit 2 240m ist. Von Bombesti fahren wir nach Petrosani und dann nach Nucsoara. Dort wohnen liebe Freunde von uns, die wir 1989 das letzte Mal gesehen haben. Der Kontakt ist aber geblieben.

Wir sind gespannt, was uns erwartet.

Unterwegs kaufen wir uns ein paar Gläser Gebirgshonig und machen einen Stopp am Stausee Lacul Oasa Mica. Edwin kauft sich am Straßenstand seinen Schafskäse mit einer Art Fladenbrot (mit   v i e l  Knoblauch).

Mäßig steil geht es die Transalpina (Dn 67c) immer weiter. Wir machen hier und dort eine Rast mit einem Fotostopp oder einem Spaziergang an der Oase Mica (See). Das Wetter bleibt uns treu und wir können es kaum glauben, denn in Deutschland, so hören wir von unseren Kindern, ist es schon die ganzen Wochen kühl und verregnet.

An den Berghängen grasen die Schafe und die Hütehunde machen die Arbeit. 

Die Straße ist sehr gut ausgebaut.. Lt. Womo-Reiseführer von 2014 war sie damals noch in einem katastrophalen Zustand. Wir fahren in sanften Serpentinen immer höher und das Auto schafft den Anstieg mit dem WW im Schlepptau ganz gut. Es ziehen Wolkenmassen über uns hinweg, die dann aber wieder die Sicht auf die Berge freigeben. Am Urdele-Pass (2240m) machen wir Halt und wandern über die weite Hochebene. Es erinnert uns an die Wanderung 1983 im Paring Gebirge.

Jetzt haben wir noch einen Anstieg zu bewältigen, der es in sich hat und mit dem WW im "Gepäck" grenzwertig ist. Aber das ist nach kurzer Strecke auch geschafft und nach ein paar Kilometern mit grandioser Aussicht machen wir an einer Alm halt. Daneben ist ein Platz, auf dem der WW gut steht. Wir werden hier oben übernachten. Die Kühe begrüßen uns und grasen ohne Stress weiter, bis sie dann spät abends in ihren Unterstand laufen. Schnell sind Stuhl und Tisch parat und ein ruhiger Sommerabend liegt vor uns. Der Sonnenaufgang am Morgen ist wünderschön und wir genießen die Aussicht beim Frühstück, bis die Reise dann weitergeht.

Die Sonne lacht und wir rollen jetzt in die Tiefebene über die Orte Ranca und Novaci mit dem Ziel: Nucsoara             


Einige schöne Orte lassen wir nach einigen Zwischenstopps hinter uns, man lebt hauptsächlich vom Wintersport.

Dann kommen wir an einem Kloster vorbei, schauen uns die gepflegte Anlage an und füllen unsere Behälter mit Frischwasser auf. Es ist heiß und wir machen Pause  -  im schon fast angrenzenden RETEZAT GEBIRGE.

Im Retezat Nationalpark waren wir mehrmals in den Jahren 1981 bis 1989 und haben viele Wanderungen unternommen. Es gibt im Nationalpark mehr als 20 Gipfel, die über die 2000er Grenze hinausragen und er besteht aus purer Wildnis. Auch Raubtiere, wie Bär, Wolf und Luchs sind hier heimisch. 

In Nucsoara  befindet sich ein großes Besucherzentrum, in dem es Wanderkarten und mehr gibt.

Am Nachmittag sehen wir einen Womo-Stellplatz, den wir uns für die Nacht aussuchen. Wir freuen uns auf den morgigen Tag, an dem wir einen Überraschungsbesuch bei unseren Freunden in Nucsoara machen werden. Die Nacht ist sehr warm.


30. Juni

Wir sind sehr herzlich begrüßt worden, als wir plötzlich ohne vorherige Anmeldung bei Maria vor der Tür standen. Es war, als wenn es gestern gewesen wäre. Wo sind die Jahre geblieben? Leider ist Marias Mann im letzten Jahr verstorben. Peters Frau und Sohn haben wir am nächsten Tag kennengelernt.

Wir wurden lieb bewirtet, durften nicht weiter fahren und haben uns viel erzählt, mal auf Deutsch, auf Englisch und auch ein paar Brocken auf Rumänisch - und wir haben versprochen, dass es nicht mehr 28 Jahre bis zum Wiedersehen dauern wird!

Das ist Marias Haus. Wir haben es nicht gefunden, weil vieles um-und angebaut wurde. Erst als uns ein Dorfbewohner mitgenommen hat, haben wir es erkannt.

Es waren sehr schöne Stunden und wir verabschieden uns herzlich. Dann rollen wir in Richtung rumänisch - ungarischer Grenze.


1.Juli - 9.Juli  (Rückweg)

Bis zum Thermalbad nach "Baile Felix" Nähe Oradea.............und dann ist Schluss für heute. Es sind 33 Grad - ganz schön heiß. Wir sind auf dem Camping und gehen ins Bad, um dann am Abend noch ein wenig den Kurort zu genießen. Es ist alles sehr einladend, doch wir sind irgendwie "abgefüllt" von den vielen Erlebnissen. Morgen geht's über die Grenze und in Ungarn angekommen, steuern wir wieder das Thermalbad an. Dort bekommt Edwin leichtes (Sommer)Fieber, ist aber nach drei Tagen wieder Okay. Sweety muss auch zum Tierarzt, ein Grashalm im Ohr! Ich genieße die Sonne und das Thermalbad. Alles auskuriert und weiter gehts. Am 7.Juli (Edwins Geburtstag) sind wir dann wieder auf dem idyllischen Platz an der kleinen Donau und genießen immer noch das Topwetter und die vielen Gratulationen, vor allem von unseren Kindern per Handy und per Email, von Clara, von Hannah, von Doreen und René.

Morgen geht es durch Tschechien bis oberhalb von Prag zum Camping in Melnik und wir übernachten dann zum letzten Mal in unserem Wohnwagen. Prag kennen wir von einer anderen Reise, das wollten wir nicht wiederholen, denn die Stadt ist immer voller Touris. Wir haben genug erlebt.

Am 9. Juli trudeln wir zu Hause ein und freuen uns, dass alles so gut gelaufen ist und wir uns gesund wiedersehen. Die Sonne haben wir, wie versprochen, mitgebracht.

                                 EINSCHÄTZUNG

Rumänien ist ein landschaftlich schönes und interessantes Reiseland, das mehr zu bieten hat, als man normalerweise denkt. Vieles haben wir nicht geschafft, z.B. das Donaudelta und anderes. Rumänien liegt (noch) abseits der üblichen Reisewege und hat es verdient, besucht zu werden. Uns hat die Freundlichkeit der Menschen gerührt. Wir haben uns niemals unwohl gefühlt. Mit einer positiven Einstellung sind wir losgefahren und haben uns als Gäste gefühlt und auch so benommen. Dadurch hatten wir eine tolle erlebnisreiche Zeit und sind nicht enttäuscht worden.


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