Teil 1

Reiseberichte

Baltikum

Schweden 

Norwegen 

Kroatien und Dalmatien


Plitzwitzer Seen (Kroatien) 2012

Der Nationalpark Plitzwitzer Seen ist der größte unter den acht Nationalparks Kroatiens. Er ist durch die herrlichen zahlreichen Wasserfälle und die 16 kleineren und größeren Seen ein wahres Naturwunder besonderer Art. Man kann für die Wanderung mindestens einen Tag einplanen, um alles zu genießen.

Ein großer Campingplatz und viele kleinere Camping- u. Stellmöglichkeiten sind vorhanden und ein ganz frühes Erscheinen an den Eintrittskassen ist von Vorteil, um die ersten Stunden "alleine" zu genießen, bevor die Busse eintrudeln...  

Nationalpark Krka (Dalmatien) 2013


Die wasserreiche Krka ist ein Karstfluss. Von der Quelle bis zur Mündung in die Adria bildet sie zahlreiche Stromschnellen und Wasserfälle sowie mehrere aufgestaute Seen. Der Nationalpark Krka ist ein beliebtes Ausflugsziel. Also Badesachen nicht vergessen, denn das Baden ist hier erlaubt. Wir haben ca. 20km entfernt auf einem Camping den WW abgestellt und sind dann mit dem Auto zu den Wasserfällen gefahren. Man kann auch hier einen Tag einplanen, um in Kürze alles zu bestaunen.


Kroatien und Dalmatien 

Bilder 2013

Mehrmals haben wir Kroatien und Dalmatien bereist und wir waren immer wieder begeistert. Schon alleine der Ausblick auf das Meer während der Fahrt entlang der Panoramastraße ist ein Erlebnis. 

Die ersten Touren führten uns nach Istrien, später dann zu den Inseln, wie Krk, Cres und Pag. Neugierig auf Dalmatien unternahmen wir dann eine Reise bis Dubrovnik mit vielen Zwischenstopps.

Z.B. Sibenik, Trogir, Split, Omis, die Makarska Riveria und mehr. Die Küste an der Makarska Riveria ist einzigartig. Etwas ganz  besonderes waren auch die Ausflüge auf die Inseln Hvar, Korcula und Peljesac. Auf Peljesac haben wir in einem höher gelegenen Ausflugslokal mit Blick übers Meer und auf Korcula schöne Stunden verlebt. In Dubrovnik "ergatterten" wir zu früher Stunde einen letzten Parkplatz nahe der Stadtmauer, die wir dann zu Fuß umrundet haben. Was für eine super Aussicht! Sweety saß oftmals in der Tasche, weil die Treppenstufen zu anstrengend für sie waren. Das Stadt -"Gewühle" haben wir uns bei +35 Grad dann aber nicht mehr angetan.

Die Campingplätze hatten alle eine gute Austattung und wir sind immer freundlich empfangen worden.

Auch im Sommer 2018 werden wir wieder einen längeren Stopp einplanen, wenn wir unsere Rückreise aus Albanien antreten. 


Schweden

Wie oft wir in Schweden waren, das wissen wir nicht mehr so genau, jedenfalls sehr oft. Manchmal nur für ein paar Tage. Unsere Reisen führten uns quer durch das Land, vom Süden zum Norden und vom Westen zum Osten.Überall gibt es die schönsten Routen, sowohl an der Schärenküste oder im wald- und seenreichen Binnenland. Viele Wandertouren und Bootsausflüge haben wir unternommen und herrliche Badestrände an Küsten und Seen entdeckt. Die Campingplätze haben eine gute Ausstattung, aber oftmals haben wir auch vom "Jedermann Recht" Gebrauch gemacht. Sehr schön ausgestattet sind auch die Rast- und Übernachtungsplätze (Trafikplätze Karte im Touristbüro). Die Sanitärhäuschen sind beheizt und haben heißes Wasser, je nördlicher man kommt.

 

Stockholm 2009  als das "Venedig des Nordens" hat uns beeindruckt. Einen ersten Überblick haben wir durch Hop-on/Hop-of zu Wasser bekommen und sind dann danach die Sehenswürdigkeiten zu Fuß abgelaufen. Wir haben mit dem Auto direkt unterhalb der Altstadt geparkt, ein Ticket gelöst und den ganzen Tag dort verweilt. 

 

In Erinnerung sind uns hauptsächlich folgende mehrtägige Rundtouren mit dem WW-Gespann geblieben: u.a. durch Östergötland bis zum Mälaren, zum nördlichen Siljan-See, in die Orte Västervik , Eksjö, Gränna und Motala und die Steilufer des schönen Vätternsee und Vännernsees. Die kleinen Touren mit einem gemieteten Boot in die Schären der Küste und ein Bummel durch die alten Städte mit ihrer Holzbebauung, die Fahrradtouren am Götakanal und die Felsenschluchtwanderung bei Eksjö, das alles waren wunderbare Erlebnisse. Auch viele Wandertouren haben wir durch die Wälder in Småland gemacht und dazu die Campingplätze am Åsnen- und Möckelnsee als Basisplätze ausgesucht. Wir hatten ja noch das Auto.

Gut hat uns das Eis in Söderköping an der Kanalschleuse geschmeckt. Es soll das beste Eis in Schweden sein?! Von Nyköping aus tourten wir Richtung Trosa (das Ende der Welt). Trosa ist ein ganz charmanter Ort und der Camping liegt direkt in den Schären.

Auch die Insel Öland im Süden und Norden ist ein Besuch wert. Das Schloss Gripsholm in Mariefred oberhalb Stockholms haben wir uns nach der Baltikumstour auch angesehen.

Während der drei Touren nach Norwegen machten wir jedesmal vorher und hinterher einen Stopp an Schwedens Westküste. Wir besuchten die langen Strände in Tylosand und bummelten durch die kleinen und großen Hafenstädte, wie z.B.Göteborg, Varberg, Halmstadt, Helsingborg und Malmö. Schöne Stellplätze findet man meistens für wenig Geld incl. Sanitär in den kleinen Sportboot-Häfen der Orte mit Blick aufs Wasser.

 

Bevor es dann über die Öresundbrücke oder mit der Fähre von Trelleborg nach Hause geht, ist es für uns ein Muss, die Ostseeküste mit dem breiten feinen Sandstrand an der Südspitze Schwedens in "Österlen" einen Besuch abzustatten.  Das Licht in Österlen ist etwas ganz besonderes und wir finden dort die Ruhe zum Verarbeiten unserer vielen Urlaubseindrücke! Dort gibt es auch naturbelassene Stell-und Campingplätze. Vieles in Schweden haben wir noch nicht gesehen, aber weil wir neugierig sind, werden wir bestimmt wiederkommen, denn auch in Schweden scheint im Sommer die Sonne. Und auch, um unsere Freunde zu besuchen, die sich vor einigen Jahren in Südschweden ein Haus gekauft haben.


Norwegen

Wir waren dreimal für jeweils 6 Wochen (2008, 2012 und 2015) im Land am "nördlichen Ende der Welt". Nur am Nordkapp waren wir noch nicht. Wenn man nach Norwegen reist, denkt man an Kälte, Schnee und auch an Eisberge.  Aber wir haben dieses Land auch mild und warm erlebt (nur in Schwedisch Lappland nicht). Durch die intensive Sonne in der Mittsommerzeit haben wir uns beim Wandern sogar einmal einen Sonnenbrand geholt.

Norwegen, das sind die größten Gletscher, die höchsten Wasserfälle, die tiefsten Fjorde, die unwegsamsten Gebirge und die längsten Wandertouren.

Wir haben dieses Traum-Urlaubsland durchfahren und durchwandert. Viele idyllische Übernachtungsmöglichkeiten haben wir in freier Natur entdeckt und dabei natürlich das (Jedermannsrecht) "Allemansrätten" beachtet!!

Die Touren durch Süd-und Mittelnorwegen führten uns durch die Telemark, Hardangervidda, Rondane-Massiv, Jotunheimen, Dovre-Fjell , Gubrandsdal und das schluchtähnliche Romsdal. Wir haben uns mit dem Gespann getraut, die Serpentinenstraße "Trollstigvei" zu fahren. Auch den berühmten Geirangerfjord haben wir nicht ausgelassen und die Sirenen der "Schwimmenden Diesel-Hotels" auf dem Wasser gehört. Wir haben Trondheim und Bergen besucht und im Süden die kleineren Küstenstädte.

Oslo mit seinem Fjord ist eine bezaubernde junge Stadt. An den sanft ansteigenden Hängen ziehen sich die Wohnstraßen einige hundert Meter in die Höhe. Die historische Innenstadt, das Schloss und das Bürgerviertel ist ein Besuch wert. Wir haben auf dem Hausberg in Oslo den Camping aufgesucht und hatten einen super Blick auf die Stadt, die man von dort mit dem Bus erreicht.

  

Die Lofoten - eine Traumreise

Eine besondere Reise führte uns 2012 hoch in den Norden zu den Lofoten-Inseln, dort wo die Alpen dem Meer entsteigen, mit den über 1000 Meter hohen schneebedeckten Gipfeln. Das Land  hinter dem Nordpolarkreis mit der unvergesslichen Stimmung der Mitternachtssonne hat uns sehr begeistert. Wir haben südseeähnliche Traumstrände (unser Blog-Bild) vorgefunden, aber leider keine südlichen 30 Grad. Die Sonne geht nördlich des Polarkreises, speziell auf den Lofoten, im Durchschnitt vom 28. Mai bis 14. Juli nicht unter. Und der Körper wird kaum müde, es war ein wunderbares Erlebnis. 

Die Hinfahrt zu den Lofoten haben wir über Schweden (Narvik) gewählt und die Rückfahrt führte uns immer die atemberaubende Küstenstrasse R 17 entlang. Das ist der "Kystriksveien" Bodo - Steinkjer. Man sagt: "Die schönste Reise der Welt". Hier nur einige Sehenswürdigkeiten: Torgatten, Svartisen (der zweitgrösster Gletscher) Saltstraumen, Fahrt nach Heroy und Donna.

Die R 17 beinhaltet viele Fährfahrten, die sehr ruhig verlaufen und für unser Gespann kein Problem waren (im Gegensatz zu den südlichen Ländern).

Es war eine mehrwöchige Reise, die uns sehr nachhaltig in Erinnerung geblieben ist. Man kann nicht aufhören zu schwärmen, vor allem von diesem Licht. Und nur wer dort einmal war, kann es nachempfinden.

 

Hier einige Bilder in der Nähe von Narvik. Bis zu den Lofoten ist es noch ein Stückchen Weg.

Die Anfahrt auf die Lofoteninsel

Verschiedene Orte auf den Lofoten und die Mitternachtssonne

Tschüß Norwegen ! Tschüß Lofoten !

 

Das Baltikum  - Das Land zwischen Kurischer Nehrung und Estland  - 

     

Die Reise ging 2014 durch folgende Länder:       

(Polen, Litauen, Lettland, Estland, über Finnland zu den Alandinseln, Schweden)

 

Ein touristischer Geheimtipp sind die Ostseerepubliken längst nicht mehr, denn so wie wir auch, haben viele Reiselustige das Baltikum entdeckt. 

Wir haben 2014 insgesamt mehrere Wochen eingeplant und sind geblieben, wo es uns gefallen hat. Vieles haben wir uns angesehen und auch neues entdeckt, aber sehr viel haben wir nicht geschafft. Das ist ein Grund, sich in einem der nächsten Urlaube in die (noch) echten Geheimtipps zu verirren.

Z.B. in die tiefen Wälder in Litauens Süden, in die Gauja-Schlucht in Lettland, die estnische Nordküste oder an den Peipussee. Wir haben uns diesesmal die "Hits" ausgesucht. Das waren u.a. die drei Hauptstädte Vilnius, Riga und Tallin. 

Über Polen sind wir angereist und haben einen Stopp in Danzig gemacht. Die Stadt kannten wir von einer früheren Reise und wir sind immer wieder begeistert.

In der Nähe von Danzig haben wir auch einen Camping gefunden und sind zum Bummeln mit dem Auto in die Stadt gefahren.

 


Von Danzig aus fuhren wir durch die Masuren und haben in Mikolaiken auf dem Camping übernachtet. Auch die Masuren kennen wir seit unserer ersten Fahrt 1980 und durch weitere Reisen in den folgenden Jahren. 

Nun ging's über die litauische Grenze bei Suwalki und unser Ziel war die Hauptstadt Vilnius. Vilnius ist das "Rom des Nordens". Rauschender Barock prägt die Architektur der größten osteuropäischen Altstadt. Wir standen auf dem Kathedralenplatz und starteten von dort die Stadtbesichtigung dieser einstigen Kulturhauptstadt. Dabei haben wir u.a. das Gotische Ensemble - eine Perle der Backsteingotik - und die Peter-und Paulskirche nicht ausgelassen. Unser Rundgang führte uns auch in die "Künstlerrepublik", ein Staat im Staate. Sie ist aus einem heruntergekommenen Stadtteil entstanden und hat einen ganz eigenen Charme.

 

Das ist die Burg Trakai  in der Nähe von Vilnius. 

Sie lockt die Besucher als gotische Inselburg und mit einer schönen Seenlandschaft an.

Von Trakai aus ging es dann Richtung Kaunas weiter. Auf dem Weg dahin haben wir einen ganzen Tag in dem Freilichtmuseum Rumsiskes zugebracht. Dort ist alles zusammengetragen und originalgetreu aufgebaut, wie Bauernhäuser, Dorfschulen, Windmühlen, kurz gesagt: Litauen im Kleinen, jede Region hat ihr kleines Dörfchen.

Kaunas

Die Altstadt auf der Landspitze zwischen den Flüssen hat in ihren Gassen viel mittelalterlichen Charme bewahrt. Wir waren gerade dort, als ein mittelalterliches Fest stattfand.

 Die berühmte Kurische Nehrung   

Jetzt war es soweit, wir waren auf der Kurischen Nehrung. Und wir waren neugierig. Das Wetter hat uns nicht enttäuscht, es war Sommer und das im Mai! Man lebt hier ausschließlich vom Tourismus, das sieht man überall, es ist alles ist rausgeputzt! Mit den Fahrrädern erkundeten wir die Landzunge zwischen Nehrung und Meer.

Wir kletterten auf die schneeweißen Ausläufer der höchsten Wanderdüne Europas, sahen uns die malerischen Fischerdörfer an, die Kiefernwälder und den nicht enden wollenden Strand (bis zur russischen Grenze).

Anmerkung: Das nächste Mal beantragen wir vorweg ein Visa, um auch den russischen Teil der Nehrung zu besuchen.

Natürlich radelten wir zum "Thomas Mann Haus". Das liegt fantastisch mit Blick auf das Haff. 

Und weil es hier so schön war und der Camping eine gute Lage hatte, haben wir drei wunderbare Sonnentage in Nida verbracht. 

Nida und Umgebung

Weiter geht es über Klaipeda nach Palanga. In Klaipeda (Memel) schauen wir uns die Altstadt mit den brettförmig angelegten Straßen und die Fachwerkhäuser an und dann rollen wir weiter zum größten litauischen Badeort Palanga. Er ist im Sommer sehr besucht, jetzt war es noch recht überschaubar. Nun geht es über die Landesgrenze nach Lettland und wir finden dort einen schönen Übernachtungsplatz in Kuldiga direkt am breitesten Wasserfall des Landes. Der Ort ist recht hübsch mit der hölzernen Bebauung aus dem 18./19. Jahrhundert.

Unterwegs hatten wir jedoch den Eindruck, die Zeit wäre stehen geblieben. Vorallem der ländliche Raum ist sehr dünn besiedelt. Wir sahen verwitterte Burgruinen und verwunschene Herrenhäuser, auch kleine Häuschen, zwar mit bewirtschafteten Felder und ein oder zwei Kühe davor, alles in allem jedoch sehr ärmlich.

 

Das ist der Platz in Kuldiga und der Wasserfall an dem wir gestanden haben.  

Die Fahrt ging jetzt in Richtung Riga.

In die Stadt zu fahren mit dem Gespann war nicht optimal. Deshalb suchten wir vor Riga einen fast leeren Camping auf.

Der Camping in Jürmala war dafür der richtige. Jürmala liegt 20 km vor den Toren Rigas und ist ein eleganter Badeort. Dort sieht man viele verspielte Holzvillen aus vergangener Zeit an einer langen Flaniermeile und es gibt  einen kilometerlangen breiten feinsandigen Strand. 

Wir checken auf dem Camping ein. Alles wird doppelt und dreifach ausgefüllt und wir müssen doch etwas schmunzeln über die "östliche" Genauigkeit. Der Platz ist aber super, alles ist sauber und sattgrün. Gleich gegenüber ist der Strand.

Früh am Morgen fahren wir mit dem Auto nach Riga  und haben Glück mit dem Parkplatz. Es sind mittags schon  +30 Grad, eigentlich eher etwas zum Baden. 

Die Stadt ist das "Paris des Ostens", eine Millionenmetropole. Sie ist das Herz Lettlands, jeder 3. Einwohner des Landes wohnt hier. Das erklärt die dünne ländliche Besiedlung unterwegs. Uns hat die herausgeputzte Alstadt mit ihren verwinkelten Gassen ,den Kirchen, alten Klosterhöfen, Kaufmanns -und Gildehäusern sehr gefallen. Es gibt einen großen Stadtpark, in dem auch Hunde rein dürfen und eine elektrische Touri-Bahn, mit der man sich einen Überblick verschaffen kann. In der Geschäftsmeile pulsiert das Leben und die Straßencafes laden zum Genießen ein. Das haben auch wir getan und einen ganzen Tag lang die tolle Innenstadt genossen.


Nun haben wir genug gesehen und weiter geht es immer an der Küste oberhalb in Richtung Pärnu (Estland) entlang. An einem einsamen Strand mit einem tollen Stellplatz halten wir und freuen uns über das herrliche Badewetter. Das ist gleichzeitig ein schöner Übernachtungsplatz.

Nach diesem sonnigen Tag machen wir Halt in Estlands "Sommerhauptstadt" Pärnu. Pärnu liegt an einer der schönsten Buchten des Baltikums. Dort gibt es viel Platz, viel Sand und viel Sehenswertes.

Unser Camping liegt zentral mit Blick auf den Fluß und so genießen wir für einige Tage das Kurbad mit dem saubersten Strand Estlands ( so wird es uns berichtet). In der Altstadt mit den hübschen Holzhäusern kann man super bummeln und wir finden zwischen den Geschäften und Cafes das eine oder andere Stück, um es für die Lieben zu Hause mitzunehmen.  


Die Sommerhauptstadt Pärnu


Unsere "Zelte" brechen wir nun ab, weil wir weiter auf die Insel Saaremaa fahren wollen. In der letzten Nacht gab's ein Gewitter, nun ist es etwas frischer und wir werden die Insel auf "Schusters Rappen"  erwandern. Einen schönen Camping im Grünen mit netten Betreibern gibt es auch für uns und ganz viel Auslauf für Sweety.


Hier ein paar Bilder von der Wanderung auf Saaremaa mit den zerklüfteten Buchten und wildromantischen Kliffen.

Vom 20 m hohen Kliff hat man einen phantastischen Blick auf die Ostsee. Hier gibt es auch einen schönen Stellplatz, falls man den Camping nicht anfahren möchte.



Die Insel-Hauptstadt Kuressaare  hat ein Wahrzeichen und das ist eine Bischofsburg aus dem 14. Jahrhundert. Sie hat ein original erhaltenes Kreuzgewölbe und wir bekamen ein Gitarrenkonzert gratis, weil sich die Künstlerin für einen Auftritt am Abend freispielen wollte. Die Akustik war ausgezeichnet. Auch die Burg ist sehenswert.

Am Ratsplatz halten die Inselhändler im Sommer einen kleinen Markt ab, auf dem es typische Saaremaa-Mitbringsel zu kaufen gibt, wie z. B. Handgestricktes , Honig , Holzarbeiten und Dolomitstein. Auch einige nette Cafe' s machen Lust,  hier ein wenig zu verweilen. 

Auf Wiedersehen Camping!

Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt und mit  anderen Campern ein paar nette Plauderstunden verbracht. Viele, die wir trafen, sind Tour entgegengesetzt gefahren.


Nun steuern wir Tallin an, denn nach soviel Natur ist wieder Kultur angesagt. Wir sind schon sehr gespannt auf Estlands "ganzer Stolz". Wir fahren zum Stellplatz am Seglerhafen und haben Glück, dort einen Platz mit Blick auf die Ostsee  und auf die Stadt zu bekommen. Schöne Lage!

Man kann von hier aus einen etwas längeren Spaziergang immer am Wasser entlang in die Stadt machen, oder man fährt mit dem Bus, oder mit dem Rad. Wir sind mal gelaufen und auch mal mit dem Auo gefahren. Hatten Glück mit einem Parkplatz.

Über Tallin kann man ganz viel schreiben. Für uns war diese Stadt einer der Höhepunkte unserer Fahrt, was die Hauptstädte betrifft. Sie hat unser Herz erobert.Man spaziert in den winkligen Gassen wie durch ein Freilichtmuseum mit historischer Baukunst. Gotische Kaufmannshäuser mit Türmchen und Giebeln, die die Fassaden schmücken. Und überall gibts einladende Gastronomie.

Die Altstadt ist zweigeteilt. Der Domberg im Südwesten als Oberstadt und die Unterstadt. Oben saß die Macht und unten das Geschäft. 

Oben auf dem Berg steht die orthodoxe Alexander-Newski- Kathedrale und die Domkirche sowie das Schloss Katharinas II. Auch die Stadtmauer, die bis in die Unterstadt reicht, ist mit ihren 46 Wehrtürmen sehenswert.

Und natürlich die Gildehäuser, die den Wohlstand und die Macht der Kaufleute widerspiegeln, kann man nur bestaunen, wie zum Beispiel das Schwarzhäupterhaus.


Hier einige Bilder von oben auf Tallin


Jetzt einige Bilder von unten

Und noch einige Bilder vom Bummeln durch die Stadt, auch vom berühmten Wollmarkt

Nach dem Stadtbummel haben wir das älteste Cafe der Stadt von 1864 aufgesucht. Dann ging's zurück zum Stellplatz. Die drei Tage sind wie im Flug vergangen.

Morgen Tschüss Tallin

Bevor wir aber zur Fähre Tallin - Helsinki fahren, machen wir einen Stopp und zwar im Katharinental, um uns den architektonisch schönen Barockpalast von Peter I. anzusehen. Im weitläufigen Schlosspark und dem hübschen Blumengarten bummeln wir bei Sonnenschein und die Sweety zieht alle Register beim Toben.

Die Fährtickets haben wir einen Tag vorher gekauft. Das hatte seinen Preis: Für 12 m Länge insgesamt 250,00 Euro. Wenn wir zu Hause reserviert und bezahlt hätten, wäre es sicher günstiger gewesen, doch wir wollten uns zeitlich nicht festlegen. Nach zwei Stunden Fahrt mit der Fähre (großes Panoramafenster) waren wir in Helsinki. In Helsinki haben wir keinen Stopp eingelegt, weil wir Finnland ein anderes Mal besuchen möchten.


Die Àland  - Inseln

Die Àland-Inseln wollten wir unbedingt erleben, aber nicht auf einer großen Fähre. Wir sind nach der Ankunft in Helsinki zum Camping nach Turku gefahren. Der Camping war schon gut gefüllt und wir haben dort von Gleichgesinnten erfahren, das man mit einer kleinen Innlandfähre, ähnlich eines Postdampfers, nach Mariehanm (Àlandinsel) fahren kann. Das war das richtige für uns.

Am anderen Morgen rollten wir recht früh nach Galtby und sind von dort auf dieser kleinen Fähre acht Stunden lang durch die Àland-Inselwelt  getuckert worden. Es war ein Traumwetter, kein Lüftchen hat sich bewegt und wir haben es in vollen Zügen genossen. Unser Wohnwagen war ganz alleine auf der Fähre, viel mehr  Platz war auch nicht. Nur einige wenige Autos fuhren mal rauf und runter, immer dann, wenn die Fähre an einem Inselchen anlegte.

Hier einige Bilder von Galtby, wo die Fähre abfuhr.

Die Ălandinseln sind etwas ganz besonderes:

Über 6500 Inseln und Schären gibt es zu bestaunen, teils bewaldet, teils felsig, zwischen dem finnischen und dem schwedischen Festland. Wir haben nur einen winzigen Bruchteil davon gesehen und es war ein wunderbares Erlebnis. Die Fahrt war Entschleunigung pur. Die See war spiegelglatt, kein Lüftchen hat sich bewegt, was für ein Glück mit dem Wetter.

Auf Ăland leben  27 000 Einwohner und sie sprechen schwedisch, obwohl die Inselgruppe als autonome Region zu Finnland gehört. Sie besitzen eine eigene Flagge und eine eigene Briefmarke.

Die einzigartige Fahrt


Die Ankunft auf der "Inselhauptstadt" Mariehamn zwischen Finnland und Schweden gelegen.

( ca. 10 000 Einwohner) 

Wir steuern einen Camping an, der fast leer ist, aber bestens ausgestattet. Er liegt direkt am Strand, man kann von hier schöne Wander-und Radtouren unternehmen und ist auch vom Zentrum nicht weit entfernt.

Mariehamn ist ein liebenswerter Ort mit Jachthäfen und Holzhäusern. Trotz Beschaulichkeit gibt es allerlei zu besichtigen, z.B. ein Museum über die Geschichte und über die Zeit der großen Windjammer, ein Dutzend mittelalterliche Kirchen, ein Seefahrerviertel und dann das Museumsschiff "POMMERN". Diese Viermastbark von 1903 ist die einzige auf der Welt, die im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben ist.

Hier haben wir es ein paar Tage bei herrlichem Wetter ausgehalten und die Seele baumeln lassen.

Dann irgendwann kauften wir uns ganz problemlos ein Fährticket nach Kappelskär (Schweden).Das liegt oberhalb von Stockholm. Dafür bezahlten wir nur ca. 50,00 Euro. Wir konnten es kaum glauben für die gleiche Fahrzeit dieser günstige Preis!

Tschüß Finnland


Finnland möchten wir auch noch einmal komplett durchfahren und uns viel Zeit nehmen. Vielleicht in Verbindung mit einer Nordkaptour.

Nun waren wir in Schweden und die Reise ging so langsam zu Ende. Doch wir wollten uns auch noch hier ein paar schöne Tage machen, quasi auf dem Weg nach Hause.

Das Schloß Gripsholm in Mariefred , oberhalb Stockholms, wollten wir uns ansehen und einen Camping am See fanden wir auch. Er war genau gegenüber und so konnten wir alles gut zu Fuß erreichen.

Der Camping

Das Schloss

Das ziegelrote Vasa-Schloss steht in Mariefred und wurde durch Tucholsky's gleichnamigen Roman bekannt. Es ist eines der meistbesuchten Reiseziele in Schweden.

Man wandert über drei Stockwerke und ist beeindruckt von der Ausstattung der gefühlten 1000 Zimmer, alleine die über 4000 Porträts fassende Sammlung!

Anschließend im schönen Park des Schlosses kann man beim Spaziergang alles "sacken" lassen.

Auch die Stadt Mariefred bekommt ihrenTeil vom Besucherstrom ab. In dem hübschen Städtchen kann man wunderbar bummeln, vom Schlosspark zum nostalgischen Bahnhof und vorbei an hübschen Souvenierlädchen, an Cafès und an so manchem ansprechenden Gebäude.

Alles geht einmal zu Ende und diese Reise auch. Voller Neugier und Vorfreude sind wir gestartet und sind nicht enttäuscht worden.  Wir haben viele positive Eindrücke erlebt in diesen drei so unterschiedlichen Ostseerepubliken und haben seine freundlichen Bewohner in unser Herz geschlossen.  Wir werden sicher noch einmal wiederkommen, wenn uns die" Zeit treu bleibt."

Es war eine wunderschöne Reise, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Ende Teil 1

In Österlen (Schwedens Südküste) der "Absacker"
In Österlen (Schwedens Südküste) der "Absacker"